Moment mal!

Energiewende bizarr: Immer mehr Geld für Phantomstrom

Windiges Gesetz: Ob sich was dreht, ist fast egal. Foto: ddp

Geld im Schlaf verdienen: Man lässt sich für etwas entlohnen, das man zwar problemlos produzieren könnte, das aber im Moment nicht benötigt wird. Und das man deswegen auch gar nicht erst herstellen muss …

Geht nicht? Geht doch! Eine solche Einnahme ohne Gegenleistung ist sogar staatlich verordnete Praxis. Wie jetzt bekannt wurde, bezahlen die Verbraucher dieses Jahr etwa eine viertel Milliarde Euro für Ökostrom, der gar nicht fließt. Schon 2014 waren es laut Bundesnetzagentur 83 Millionen Euro – für 1,6 Milliarden Kilowattstunden Phantomstrom, fast dreimal so viel wie 2013.

Es werden nämlich zum Beispiel Windkraftanlagen an der Küste automatisch „abgeregelt“, wenn sie so viel produzieren, dass das Netz das nicht verkraften kann. Und das Erneuerbare-EnergienGesetz sieht vor: Die Windmüller bekommen dafür praktisch genauso viel Geld, als ob sie geliefert hätten.

Amtlich heißt das fiktive Produkt, das auch aus Biomasse- und Solaranlagen kommt, „Ausfallarbeit“. Die Energiewende – hier dreht sie besonders hohl.


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aktualisiert am 11.12.2017

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