Berlin. Angehende Lehrlinge und ihre Eltern müssen sich ums Thema Versicherungen kümmern. Das ist schneller erledigt als gedacht: Nur drei Versicherungen sind am Anfang wichtig.

Mit Beginn der Ausbildung endet die elterliche Familienversicherung: Der Azubi wird selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Diese kann man als junger Mensch einfach nach der Höhe des Zusatzbeitrags wählen. Wer gerne in die Ferne reist, sollte zusätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen.

Sehr empfehlenswert ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz „BU“. Denn im Fall des Falles reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht aus. „Dann wäre man zwangsläufig ein Sozialhilfe-Fall – und wer will das schon?“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Je früher im Leben man eine BU-Police abschließt, desto weniger Monatsbeitrag bezahlt man. Praktische Hinweise zu dieser wichtigen Versicherung erklären die Verbraucherschützer in einem Merkblatt (kostenloser PDF-Download: bundderversicherten.de).

Haftpflicht-Police schützt vor dem privaten Ruin

„Außerdem sehr zu empfehlen ist eine private Haftpflichtversicherung“, so Mathias Zunk vom Versicherungsverband GDV, „schließlich haftet jeder für Schäden, die er Dritten zufügt, persönlich – manchmal mit seinem kompletten Vermögen.“ Wobei Azubis sich mit dem Vertragsabschluss meistens noch etwas Zeit lassen können: Während der „ersten Ausbildung“ greift in aller Regel noch die Versicherung der Eltern. Hier muss man also nur kurz prüfen: Sind die Eltern richtig versichert? Und sind Kinder in Ausbildung tatsächlich mitversichert?