Wenn man im Ausland zum Arzt oder gar ins Krankenhaus muss, wird das meist teuer. „Innerhalb der EU erstatten die Krankenkassen nur einen Teil der Behandlungskosten – und in vielen anderen Ländern gar nichts“, warnt Thorsten Rudnik, Versicherungsexperte für die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Eine Reise in die USA oder nach Ägypten kann im Krankheitsfall also richtig ins Geld gehen.

Außerdem: „Den extrem kostspieligen Krankenrücktransport müssen gesetzlich Versicherte sowieso immer selbst zahlen“, sagt der Experte. Wer seine Ferien im Ausland verbringt, sollte deshalb immer eine Auslandsreise-Krankenversicherung im Gepäck haben, die genau solche Kosten übernimmt.

Die wichtige private Police ist für wenig Geld zu haben

So eine Police kann sogar noch am letzten Tag vor der Abfahrt abgeschlossen werden – und sollte selbst bei knapper Urlaubskasse kein Problem sein: Singles zahlen weniger als 10 Euro, Familien um die 20  Euro pro Jahr. Wichtig ist, dass ein Krankenrücktransport schon bezahlt wird, wenn er „medizinisch sinnvoll“ ist (und nicht erst, wenn er „medizinisch notwendig“ ist). Moderne Tarife bieten außerdem unterschiedliche Zusatzleistungen, beispielsweise für Schwangere: Junge Paare sollten prüfen, ob zum Beispiel Schwangerschaftskomplikationen abgedeckt sind.

Tarife der Auslandsreise-Krankenversicherung haben sich deutlich verbessert

Bei einer Police für die ganze Familie ist es empfehlenswert, dass alle Familienmitglieder auch dann versichert sind, wenn sie mal alleine verreisen. Und Achtung, Azubis: Wer volljährig wird, sollte kontrollieren, ob er noch im Familientarif mitläuft – oder aber einen eigenen Vertrag braucht.
Wenn man schon eine Auslandsreise-Krankenversicherung in der Akte hat, diese aber älter als drei Jahre ist, sollte man den Tarif überprüfen. „Die Angebote haben sich deutlich verbessert“, sagt Rudnik, „es gibt also bessere Leistungen zum vergleichbaren Preis.“