Hagen. Für den großen InfoTruck der M+E-Industrie ist nicht genug Platz? Der neue Messestand des Märkischen Arbeitgeberverbands ist eine attraktive Alternative und Ergänzung. Auf zwölf Quadratmetern können sich Jugendliche am interaktiven Touchscreen über die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung in der Industrie und freie Ausbildungsplätze informieren.

Seine Premiere feierte der Messestand auf der Ausbildungsmesse in Hagen. Auf dem Elbershallengelände hatten mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern die Chance, mit passenden Unternehmen in Kontakt zu treten. Die nutzten das neue Konzept der Messe, um sich noch attraktiver zu präsentieren. Alle hatten praktische Aufgaben dabei – eine Auswahl sollten die Jugendlichen während eines Berufsparcours erledigen. Und so montierten die Jungen und Mädchen Kettenglieder, bogen Draht oder schraubten am Gewinde.

Jugendliche und Azubis im anregenden Gespräch

Ideen gab es viele. Die Azubis der Bilstein-Group aus Hagen-Hohenlimburg beispielsweise hatten ihren Betrieb nachgebaut. Auf Zeit und mithilfe von Lego-Technik ließen sie die Standbesucher Coils übers Miniaturgelände transportieren. Und konnten dabei ganz nebenbei viel über ihre Ausbildung erzählen. Auf die Mitwirkung ihrer jungen Nachwuchskräfte setzten alle Unternehmen mit Erfolg. Und auch das neue Mitmach-Konzept der Messe hat sich, mit der einen oder anderen Premieren-Macke, bewährt.

Anschließend wurde der MAV-Stand auf der Ausbildungsbörse in Plettenberg aufgebaut: Dieses Event fand Anfang Juni in der Schützenhalle statt.

Zur „Karriere im MK“ wird der InfoTruck vorfahren – am 6. und 7. September im Sauerlandpark Hemer. Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es drei kleinere Messe-Angebote: 15. September, Saalbau Witten; 20. September, YNS Events Arena Schwelm; 30. September, Heinrichshütte Hattingen.

Gap-Year Südwestfalen: Eine Bewerbung, drei Praktika

Märkischer Kreis. In einem Jahr drei Berufe kennenlernen und dafür nur eine Bewerbung abschicken: Das Gap-Year Südwestfalen bietet jungen Leuten diese Möglichkeit. Wer nach der Schule noch nicht weiß, wo es hingehen soll, oder einfach praktische Erfahrungen sammeln möchte, kann sich in Unternehmen der Region orientieren. Die wiederum haben so die Chance, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Auf Einladung des Arbeitgeberverbands MAV informierte Projektkoordinatorin Saskia Haardt-Cerff von der Südwestfalen-Agentur den Themenkreis Ausbildung über die Möglichkeiten des Programms. Es bietet die Wahl zwischen ein- und dreimonatigen Praktika in aktuell 37 Unternehmen. Die Projektkoordinatoren sichten die Bewerbungen und bringen sie mit passenden Betrieben zusammen. Kosten entstehen erst mit der zu zahlenden Praktikumsvergütung. Das nächste Gap-Year startet am 1. Juli, Bewerbungen sind jederzeit möglich. Auch Unternehmen können sich immer melden: Je größer die lokalen Cluster, desto besser.

Weitere Infos: gapyear-suedwestfalen.com