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Energiespar-Maßnahmen werden gefördert – oft gleich mehrfach

Energetische Sanierung? Erst mal Zuschüsse beantragen!

Fenster sanieren, Dach dämmen, Heizung erneuern – alles teuer. Aber man kann sich da kräftig helfen lassen! Vor jeder energetischen Sanierung sollte man checken, welche staatliche Förderung es gibt. Wichtige Tipps dazu.

An die Arbeit: Wer im Sommer dämmen lässt, muss im Winter weniger heizen. Foto: Getty

An die Arbeit: Wer im Sommer dämmen lässt, muss im Winter weniger heizen. Foto: Getty

Berlin. Wer seine Immobilie in Sachen Energiesparen auf den aktuellen Stand bringen will, muss dafür meist tief in die Tasche greifen. Immerhin fördert das der Staat – mit günstigen Krediten, vor allem aber mit Zuschüssen.

Ganz wichtig: Bei den amtlichen Subventionsprogrammen gilt die Regel „erst beantragen, dann loslegen“. Eine nachträgliche Förderung von bereits begonnenen Maßnahmen ist praktisch überall ausgeschlossen.

Am bekanntesten sind die Hilfen der Förderbank KfW. Zwischen 10 und 30 Prozent der Kosten werden übers Programm 430 übernommen. Dafür ist keine Rundum-Sanierung nötig, gefördert werden auch einzelne Maßnahmen wie eine Dämmung, neue Fenster oder eine neue Heizung. Wer ein modernes Brennstoffzellensystem einbauen will, dem hilft das Programm 433 zusätzlich mit bis zu 28.200 Euro.

Für eine Maßnahme gleich mehrere Fördertöpfe anzapfen? Doch, das geht!

Dicke Zuschüsse gibt’s auch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz Bafa. Dort liegt der Fokus vor allem auf den Themen Heizung und Warmwasser. Gefördert werden zum Beispiel Solaranlagen oder Wärmepumpen, je nach Programm und Vorhaben sind bis zu 20.000 Euro Staatsknete drin. Teilweise darf man die Förderung von KfW und Bafa sogar kombinieren!

Geld fürs energiesparende Eigenheim gibt’s außerdem von vielen Bundesländern. Was und wie gefördert wird, hängt also vom Wohnort ab. Auch eine solche Landesförderung kann man häufig mit den KfW-Zuschüssen koppeln.

Technische Nebenbedingung: Bei vielen Programmen gibt es sogenannte Bagatellgrenzen – Beträge, die darunterliegen, werden nicht ausgezahlt. Werden beispielsweise 10 Prozent der Kosten gefördert und beträgt die Bagatellgrenze 300 Euro, muss man mindestens 3.000 Euro investieren, um überhaupt einen Zuschuss zu bekommen.

Außerdem muss bei vielen Programmen ein ausgewiesener Energieberater eingebunden werden, damit die Staatsknete fließen kann. Der arbeitet natürlich nicht umsonst. Zwar kann man speziell für die Kosten der Beratung wiederum einen Zuschuss von 50 Prozent bekommen (etwa über das KfW-Programm 431), die andere Hälfte muss man aber in der Regel selbst übernehmen. Das lohnt sich natürlich nur, wenn dann der Zuschuss für die Modernisierung entsprechend hoch ausfällt. Aber dafür sollte ein guter Energieberater hoffentlich sorgen – er kann auch bei der Auswahl der passenden Förderung helfen.

Wer bei einer Modernisierung kein Geld verschenken will, sollte sich aber zunächst ruhig mal selbst über die verschiedenen Fördermöglichkeiten schlaumachen. Dabei hefen Internetportale wie baufoerderer.de, co2online.de und foerderdatenbank.de – die sind staatlich gefördert und aktuell.


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