• Wer sich freiwillig engagiert und dafür eine Aufwandsentschädigung bekommt, darf bis zu 720  Euro im Jahr frei von Steuern und Sozialabgaben annehmen („Ehrenamtspauschale“). Noch höher ist der Freibetrag für Übungsleiterpauschalen etwa bei ehrenamtlichen Ausbildern, Dozenten und Betreuern – sie dürfen 2.400 Euro im Jahr steuerfrei dazuverdienen.
  • Man kann sogar beide Freibeträge gleichzeitig geltend machen – wenn man zwei verschiedene Ämter ausübt, etwa als Gerätewart (Ehrenamtspauschale) und als Trainer (Übungsleiterpauschale).
  • Aufgepasst, man kann außerdem auch Aufwendungen, die durch freiwilliges Engagement entstehen, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer absetzen! Das können zum Beispiel Fahrten zum Einsatzort sein oder auch Materialien, die man für sein Ehrenamt benötigt. Es lohnt sich also, Belege zu sammeln.
  • Auch interessant: In Baden-Württemberg gibt es für Ehrenamtler einen „Qualipass“, der unter anderem ihr Engagement und die Teilnahme an Qualifizierungen in diesem Bereich dokumentiert. Er kann zum Beispiel als Nachweis nützlich sein, wenn man sich beruflich neu orientiert. Denn Ehrenämter werden bei Bewerbungen oft als Pluspunkt bewertet.
  • Kann man als Ehrenamtler haftbar gemacht werden? Diese und viele andere rechtliche Aspekte beantwortet ein nützliches Handbuch, das die Verbraucherzentralen 2018 herausgegeben haben: „Vereinsrecht und Ehrenamt“.