Frankfurt. Eine Welt, in der man erneuerbare Energie ganz einfach erzeugen und teilen kann, um Kosten zu sparen und das Klima zu schützen – das sollte nicht nur ein Traum bleiben. Deshalb gründeten Matthias Karger und Lars Rinn 2016 das Unternehmen node.energy und entwickelten eine Software, die die Planung und Verwaltung von gewerblichen Windkraft- und Solaranlagen radikal vereinfacht.

2019 ging das Frankfurter Unternehmen damit an den Markt. „Seitdem befinden wir uns auf einem starken Wachstumskurs“, freut sich Diplom-Kaufmann Karger, dem Michael Blichmann als zweiter Geschäftsführer zur Seite steht.

Die Software verwaltet schon mehr als 10.000 Windkraftanlagen

An den Standorten in Frankfurt und Freiburg gehören inzwischen mehr als 50 Beschäftigte zum Team, vor allem Experten aus den Bereichen Softwareentwicklung und Energiewirtschaft. Ihre Expertise und die Software „opti.node“ wird bereits von vielen großen Unternehmen geschätzt: Betreiber von Wind- und Solarparks sind darunter, Energieversorger, aber vor allem auch Industrie- und Gewerbekunden, die auf ihren Dachflächen Strom produzieren oder dies planen. Aktuell verwaltet die Software schon über 10.000 Windenergieanlagen, mehr als 2.500 Wind- und Solarparks sowie über 400 Gewerbe- und Industrieliegenschaften.

Die Firma node.energy ermöglicht und vereinfacht den Einstieg in Ökostrom-Geschäftsmodelle. Kunden in Industrie und Gewerbe werden bei Analyse und Umsetzung von PV-Direktlieferung (gewerblicher Mieterstrom) kompetent beraten und begleitet. Im Betrieb automatisiert opti.node aufwendige bürokratische Anforderungen und hilft bei der Einhaltung von Fristen oder der Abrechnung von Stromlieferungen an Mieter vor Ort. Die für die Stromsteuer oder die Meldung an die zuständigen Ämter nötigen Formulare werden ebenfalls automatisch bereitgestellt.

Bürokratischer Aufwand kann verringert werden

„Die Zeit zum Handeln ist mehr gekommen denn je“, davon ist Karger überzeugt. „Angesichts steigender Energiepreise und der gewünschten Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern ermöglichen unsere Geschäftsmodelle für Unternehmen attraktive Erlöse.“ Deshalb hat node. energy sein Geschäftsfeld erweitert, um Erzeuger von grünem Strom und Industriebetriebe zusammenzubringen. Durch in einem „Power Purchase Agreement“ vereinbarte Direktstromlieferungen bekommen Unternehmen so Grünstrom zu erschwinglichen, stabilen und planbaren Preisen.

Die notwendigen Technologien seien vorhanden, sagt der Firmenchef. Aber wenn zukünftig Hunderttausende Unternehmen ihre eigenen Solaranlagen, Batteriespeicher und auch Ladesäulen betreiben, dann müssten Planung und Verwaltung eben ganz effizient und einfach sein.

Maja Becker-Mohr
Autorin

Maja Becker-Mohr ist für aktiv in den Unternehmen der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie unterwegs. Die Diplom-Meteorologin entdeckte ihr Herz für Wirtschaftsthemen als Redakteurin bei den VDI-Nachrichten in Düsseldorf, was sich bei ihr als Kommunikationschefin beim Arbeitgeberverband Hessenchemie noch vertiefte. In der Freizeit streift sie am liebsten durch Wald, Feld und Flur.

 

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