Erdmannhausen. Überall, wo schnell große Flächen gepflastert werden müssen, sind diese Maschinen der Star. Egal ob nur die Terrasse eines Einfamilienhauses, ein Stück Fußgängerzone in München oder Wien – oder gleich das Gelände für Groß-Events wie die olympischen Spiele: Pflasterverlegemaschinen machen aus staubigem Gelände im Nu eine Fläche zum Flanieren. Weltweit gibt’s dafür nur zwei Hersteller! Einer davon ist die Firma Probst.

Sie ist in Erdmannhausen im Kreis Ludwigsburg zu Hause. Beim Vor-Ort-Termin mit aktiv zeigt Vertriebsleiter Holger Merholz stolz die jüngste Innovation: eine Pflasterverlegemaschine, die komplett elektrisch gesteuert ist! „Sie arbeitet völlig lärm- und emissionsfrei“, erklärt Merholz. „Das ist wichtig, denn gerade im urbanen Umfeld gelten für Baustellen immer strengere Grenzwerte, etwa in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern oder in Tiefgaragen.“

Probst hat 175 Mitarbeiter und produziert neben Maschinen für Baustellen viele kleine und große Hilfsmittel fürs Material-Handling, die auch in Industriebetrieben zum Einsatz kommen. Für einige Erfindungen hat das Unternehmen schon Innovationspreise bekommen – zum Beispiel für eine handliche Vorrichtung, welche die Füße von Arbeitern schützt, wenn sie Pflastersteine mit der Flex zuschneiden.

Exakte Arbeit mithilfe von Lasertechnologie

„Wir haben Kunden in der ganzen Welt“, sagt Merholz, der auch das Marketing leitet. „Da ist alles dabei, von der großen Baufirma bis zum Ein-Mann-Betrieb.“

Mitarbeiter Christian Uhlich montiert in der Produktion gerade das Innenleben eines „Powerplan“. Das ist eine Maschine, die den Untergrund vorbereitet: Sie bringt das Material auf, zum Beispiel Kies, und hinterlässt eine Fläche mit exakt dem notwendigen Gefälle. „Dafür sorgt Lasertechnologie“, erklärt Merholz. Der „Powerplan“ schafft 10.000 Quadratmeter pro Tag.

Wenn er fertig ist, kann die Pflasterverlegemaschine anrücken. Ihr hydraulischer Greifarm nimmt gleich eine ganze Lage Steine auf einmal von der Palette und setzt sie an die richtige Stelle. Für die Arbeiter eine große Erleichterung: „Durch die Hände eines Pflasterers gehen auf größeren Baustellen sonst locker sechs bis sieben Tonnen Steine pro Tag“, weiß Merholz. Da ist Kollege Maschine ein willkommener Helfer.