Köln. Wie kann man junge Leute für die Metall- und Elektro-Industrie begeistern? Mit einem Blick hinter die Kulissen! In kurzen Videos, die im Internet unter #followfalk zu finden sind, soll mit Vorurteilen aufgeräumt werden. Denn noch immer kann sich so mancher Schulabgänger nicht vorstellen, was in Werkhallen passiert.

Die Videos zeigen den Alltag von Azubis in Unternehmen

„Bei den meisten ist diese Industrie irgendwas mit Metall und Elektro, sehr anstrengend und dreckig. Das stimmt nicht!“, sagt Comedian und InfoTruck-Teammitglied Falk Schug. Er lässt sich von Azubis einen Tag in ihren Betrieben herumführen – zeigt Jugendlichen, was die Firmen so draufhaben. „Das kann ein besonderes Produkt oder eine interessante Ausbildung sein“, erklärt Nachwuchs-Koordinator Wolfgang Gollub vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Das kommt an: Die erfolgreichsten Videos „#followfalk: Ein Tag mit Virtual Reality“ bei der Heidelberger Druckmaschinen AG und „Ein Tag in der Agrartechnik“ beim Landmaschinenhersteller Claas haben auf Youtube bislang jeweils mehr als 350.000 Aufrufe.

Im Herbst ist Falk wieder in den Betrieben unterwegs

Erklärbär Schug ist ein echter Glücksgriff, der die häufig komplexen Zusammenhänge mit seiner lockeren und humorvollen Art verständlich vermitteln kann. Übrigens wurden auch während des Corona-Lockdowns Video-Clips produziert – in einem Studio, mit Abstand. Wer also schon immer wissen wollte, wie man einen geeigneten Ausbildungsplatz findet, kann sich auf der ME-Berufe-Website schlaumachen.

Aber: Für dieses Jahr sind auch noch drei „echte“ Drehs bei Betrieben vor Ort geplant. Die Videos erscheinen im Herbst und Winter. Los geht es mit einem Besuch bei ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel.

Drei Fragen an Falk Schug

Was war deine Motivation, bei dem Format mitzumachen?

Meine Motivation dieses Format zu machen, ist Jugendlichen und Interessierten die Metall- und Elektro-Industrie näher zu bringen. In meinem eigentlichen Job als Berater auf den InfoTrucks der M+E- Industrie funktioniert das schon sehr gut. Die Schülerinnen und Schüler können nach solch einem Besuch schon sehr gut einschätzen, ob die Branche was sein könnte oder nicht. Durch das Format #followfalk haben wir jetzt die Möglichkeit geschaffen, einzelne Betriebe und die Vielseitigkeit der Industrie zu zeigen.

Warum trittst du als Botschafter für die M+E-Industrie auf und versuchst, Jugendliche zu überzeugen?

Die Frage ist leicht zu beantworten, weil ich selbst überzeugt bin. Auch wenn es jetzt wie aus dem Lehrbuch vorgelesen klingt, aber es gibt spannende Aufgaben, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, gute Vergütung und – ganz wichtig – die Work-Live-Balance stimmt. Das bedeutet aber jetzt nicht, dass ich versuche junge Menschen zu überreden. Das wäre der falsche Weg. Vielmehr geht es wirklich darum, eine genauere Vorstellung zu vermitteln, denn bei den meisten ist die Metall- und Elektro-Industrie irgendwas mit Metall und Elektro, sehr anstrengend und dreckig. Dass dieses Vorurteil nicht stimmt, wird schnell durch einen Besuch auf dem Info Truck oder durch Schauen eines der followfalk Filme klar.

Was gefällt dir besonders gut bei den Drehs vor Ort?

Bei den Drehs gefällt mir zuallererst die Arbeit mit meinem Filmteam. Mit Clara und Kevin habe ich zwei Personen an meiner Seite, mit denen ich sehr kreativ, wertschätzend und professionell arbeiten kann. Das ist so meine Konstante bei jedem Dreh. Ansonsten ist natürlich jeder Dreh auf seine Art besonders, neue Firma, neue Umgebung, andere Technik.