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Auch Mieter dürfen veraltete Temperaturregler austauschen

Einfach Heizkosten sparen: Mit modernen Thermostaten!

Heizen ist teuer. Recht einfach Geld und Energie sparen kann, wer auf neue, programmierbare Thermostate an den Heizkörpern setzt – moderne Modelle lassen sich sogar per App fernsteuern! Ein Experte gibt praktische Tipps.

Kein Handwerker nötig: Neue Thermostate sind schnell angeschraubt. Foto: Mauritius.

Kein Handwerker nötig: Neue Thermostate sind schnell angeschraubt. Foto: Mauritius.

Berlin. Der Herbst ist da – höchste Zeit, sich mal Gedanken über die Heizkosten zu machen. Die kann man nämlich mit vergleichsweise geringem Aufwand senken: durch den Einbau neuer Heizungsthermostate. Das dürfen auch Mieter machen, der Austausch ist relativ einfach, die Thermostate selbst sind recht preiswert.

„Das Einsparpotenzial durch den Tausch der Thermostate liegt oft bei immerhin 5 bis 10 Prozent der Heizkosten“, erklärt Jens Hakenes von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online in Berlin.

Lebensdauer von Thermostaten ist begrenzt

Hintergrund: Thermostate haben eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren. Danach funktioniert zum Beispiel häufig der Temperaturfühler nicht mehr richtig, was zu erhöhtem Energieverbrauch führt. Daher rät Hakenes grundsätzlich zu einer Erneuerung, wenn die eingebauten Geräte dieses Alter schon erreicht haben.

Inzwischen gibt es „smarte“ – also programmierbare – Thermostate, in mehreren Varianten. Allen gemein ist, dass man sie so einstellen kann, dass ein Raum zu einer bestimmten Uhrzeit beheizt wird und zu anderen Zeiten eben nicht. So erwartet einen morgens das warme Bad oder wenn man von der Arbeit kommt das angenehm temperierte Wohnzimmer. In der Zeit, die man nicht zu Hause ist, wird die Temperatur automatisch abgesenkt und so Energie gespart.

Einfache Varianten gibt’s für 10 bis 20 Euro pro Stück

Einfache Varianten werden direkt am Gerät eingestellt und sind nicht miteinander verknüpft, man muss also jedes Thermostat einzeln programmieren. Die Kosten liegen bei etwa 10 bis 20 Euro pro Stück. „Für Menschen, die einen regelmäßigen Lebenswandel haben, reichen solche Geräte oft aus“, sagt Hakenes.

Technisch ausgefeiltere Lösungen bieten mehr Komfort. Sie lassen sich beispielsweise von einem zentralen Bedienelement aus einzeln ansteuern – oder bieten zusätzlich Sensoren für die Fenster: Wird eines geöffnet, wird der Heizkörper automatisch abgeregelt.

Noblere Thermostat-Modelle lassen sich per Smartphone-App fernbedienen

Wer viel unterwegs ist oder zu unregelmäßigen Zeiten heimkommt, für den dürften funkgesteuerte Thermostate mit Internet-Anbindung interessant sein. Die können per App vom Smartphone aus angesteuert werden. Bei derart smarten Geräten ist man mit etwa 20 bis 50 Euro pro Stück dabei. Doch auch das kann sich rechnen. Dazu ein Beispiel: „In einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung mit sechs Thermostaten für je 20 Euro hat sich diese Investition schon nach zwei Jahren amortisiert“, so Hakenes.

Noch ein wichtiger praktischer Hinweis: Vor dem Kauf neuer Thermostate gilt es, an jeder Heizung genau zu messen! Oft sind die smarten Geräte größer als die alten, teilweise ist außerdem ein Adapter nötig – da muss man also prüfen, ob der Platz am Heizkörper jeweils reicht. Auf der Site co2online gibt es übrigens einen „Thermostat-Check" und weitere Tipps zum Thema.


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