Am 4. November 1922 machte der britische Archäologe Howard Carter in Ägypten eine Entdeckung, die bis heute als Sensation gilt. Er fand das prachtvoll ausgestattete Grab des jungen Pharaos Tutanchamun, das nahezu unberührt war. Die Bilder der kostbaren Grabbeigaben gingen um die Welt, und die Totenmaske des jungen Herrschers wurde zur Ikone. In Hamburg ist nun eine einzigartige Ausstellung zu sehen, in der die Welt, das kurze Leben und der Prunk des legendären Pharaos als „immersive“ Multimedia-Show gezeigt werden.

Der Begriff „immersiv“ beschreibt eine Form der digitalen Präsentation, bei der die Betrachter in eine multimediale Illusion aus Bild und Ton eintauchen, die den Eindruck höchster Realität vermittelt. Möglich macht das unter anderem ein spezielles Projektionssystem, das Inhalte wie Grafiken, Animationen, Bilder und Videos auf dreidimensionale Objekte projiziert.

Repliken der Totenmaske und des Sarkophags

Zu Beginn der Ausstellung bekommen die Besucher einen spannenden Einblick in die ägyptische Zivilisation, das Neue Reich unter Tutanchamun und die Entdeckung durch Howard Carter, dessen Originalstimme die Ausstellungsmacher in ihre Show integriert haben.

Zudem gibt es Repliken zahlreicher Grabfunde zu sehen. Die Totenmaske und der Sarkophag sind als originalgetreue Nachbildungen Teil der Ausstellung. Ein Highlight sind mehrere originale, rund 3.000 Jahre alte Artefakte aus dem Alten Ägypten.

Die Ausstellung ist noch bis 31. Januar 2024 in den Gaußhöfen (Gaußstr. 190 a, 22765 Hamburg) zu sehen. Eintrittspreis: 22 Euro, Freitag bis Sonntag 26 Euro.

Eintrittskarten und weitere Infos gibt es unter: tutanchamun-immersiv.de

Clemens von Frentz
Leiter aktiv-Redaktion Nord

Der gebürtige Westfale ist seit über 35 Jahren im Medienbereich tätig. Er studierte Geschichte und Holzwirtschaft und volontierte nach dem Diplom bei der „Hamburger Morgenpost“. Danach arbeitete er unter anderem bei n-tv und „manager magazin online“. Vor dem Wechsel zu aktiv leitete er die Redaktion des Fachmagazins „Druck & Medien“. Wenn er nicht in den fünf norddeutschen Bundesländern unterwegs ist, trainiert er für seinen nächsten Marathon.

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