Wasser ist der wichtigste Durstlöscher hierzulande. Knapp 15 Milliarden Liter Mineralwasser tranken die Deutschen allein 2017, so der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM). Höchste Zeit, mit einigen Mythen über das kühle Nass aufzuräumen. Hilft Wasser beim Abnehmen? Kann man sich mit Wasser vergiften? Und wie viel Trinkwasser gibt es überhaupt auf unserem Planeten?

AKTIV hat sich bei einigen Experten kundig gemacht. Was an weit verbreiteten Behauptungen über Wasser dran ist, lesen Sie im Folgenden:
 

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Leserfrage

Wasser gechlort – darf man da den Preis mindern?

Joself H. aus Neuburg an der Donau: Unser Trinkwasser wird seit einiger Zeit gechlort. Kann ich das jetzt noch trinken? Oder sollte ich auf Mineralwasser zurückgreifen? Und darf ich den Wasserpreis mindern, da es sich nicht um „reines“ Trinkwasser handelt?

aktiv: Die meistens nur zeitweise nötige Zugabe von Chlor soll eine Verschmutzung des Trinkwassers mit Krankheitserregern verhindern. In Deutschland gelten dafür sehr strenge Regeln. „Der Einsatz muss im Einzelfall von den örtlichen Gesundheitsämtern genehmigt werden“, heißt es beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Der Grenzwert liegt bei nur 0,3 Milligramm Chlor pro Liter (und damit deutlich niedriger als in anderen Ländern). 
Laut Umweltbundesamt kann gechlortes Trinkwasser „im Regelfall bedenkenlos getrunken und zum Kochen verwendet werden“. Teures Mineralwasser zu verwenden, ist also nicht nötig. Und da das Wasser wie üblich verwendet werden kann, muss man es auch ganz normal bezahlen. Die örtlichen Wasserversorger sind übrigens verpflichtet, die Bürger zu informieren, falls das gechlorte Wasser ausnahmsweise doch nicht ganz normal genutzt werden sollte.