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Techniker 4.0

Weiterbildung: Wie Fachkräfte für die Kautschuk-Industrie fit gemacht werden

An digital gesteuerten Maschinen Programmierschritte lernen – bei den Beruflichen Schulen Gelnhausen geht das. So können sich angehende Techniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik gut auf Industrie 4.0 einstellen.

An der computergesteuerten Spritzgießmaschine: Fatih Gümüstepe (links) und Kai Pecher. Foto: Scheffler

An der computergesteuerten Spritzgießmaschine: Fatih Gümüstepe (links) und Kai Pecher. Foto: Scheffler

Farbabgleich: Die Azubis Kai Pecher und Ali Akduman mit Studiendirektor Achim Wamser (von links). Foto: Scheffler

Farbabgleich: Die Azubis Kai Pecher und Ali Akduman mit Studiendirektor Achim Wamser (von links). Foto: Scheffler

Gelnhausen. Ein Kobot, ein kooperativer Roboter, wird schon bald die technische Ausstattung an den Beruflichen Schulen Gelnhausen ergänzen. „Der fehlt uns noch zu unserem Glück“, erklärt Studiendirektor Achim Wamser, Leiter des Bereichs Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Kobots arbeiten, ohne schützenden Käfig, Hand in Hand mit Menschen in der Produktion. Während der Mensch den Fertigungsprozess steuert, entlastet ihn der Roboter von schweren oder auch eintönigen Aufgaben wie dem stetigen Nachlegen von Material in eine Maschine. In vielen Unternehmen sind sie bereits im Einsatz. In Berufsschulen eher noch eine Seltenheit.

Schule nutzt schon eine Reihe digital gesteuerter Maschinen

„Diese Lücke wollen wir hier nun schließen“, betont Wamser. Für die Gelnhäuser Schule ist die Ausstattung mit modernster Technik besonders wichtig, da sie traditionell auch staatlich geprüfte Techniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ausbildet.

Um sie für die Industrie 4.0 fit zu machen, nutzt die Schule eine Reihe digital gesteuerter Maschinen – meist gespendet von Unternehmen, vom Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie (ADK) in Hannover und der Fördervereinigung zur Kunststoff- und kautschuktechnischen Berufsausbildung (FKB) in Gelnhausen.

Die Digitalisierung prägt auch den Unterricht in vielen Fächern

Fatih Gümüstepe und Tillmann Müller haben gerade ihre zweijährige Technikerausbildung in Gelnhausen mit Erfolg beendet. „Die Maschinen hier und der Unterricht insgesamt sind ein guter Einstieg, um die verschiedenen Programmierschritte zu erlernen, vom Spritzgießen bis zur automatischen Entnahme der Teile“, so Gümüstepe.

Wie Müller betont, hilft der gesamte Unterricht, sich gut auf die Industrie 4.0 einzustellen: „In vielen Unterrichtsfächern ist die Digitalisierung immer dabei, von der Entwicklung und Konstruktion oder dem Umgang mit den Daten bis zur Logistik und der Auslieferung fertiger Produkte.“

Achim Wamser: „Wir können in der Welt nur mit unserem Know-how punkten, also müssen wir auch im Bereich Industrie 4.0 in die richtige Richtung mitgehen.“


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