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Top-Technik für Top-Azubis

Beim Technologiekonzern Freudenberg lernt der Nachwuchs schon Industrie 4.0

Die Azubis sollen fit fürs digitale Zeitalter werden. Das lässt sich der Technologiekonzern Freudenberg einiges kosten. Für 8,5 Millionen Euro baute er ein neues Bildungszentrum. Allein in Weinheim stellt er jedes Jahr 70 Azubis ein.

Lernen mit Coach: Azubi Nam Nguyen mit Ausbilder Gerald Bitsch an einer Fräsmaschinensteuerung. Foto: Scheffler

Lernen mit Coach: Azubi Nam Nguyen mit Ausbilder Gerald Bitsch an einer Fräsmaschinensteuerung. Foto: Scheffler

Lernen im Team: Azubis beim Bau einer automatischen Mini-Sortieranlage für einen Info-Tag. Foto: Scheffler

Lernen im Team: Azubis beim Bau einer automatischen Mini-Sortieranlage für einen Info-Tag. Foto: Scheffler

Lernfabrik 4.0: Rainer Kuntz an der vollautomatischen Produktionsanlage. Foto: Scheffler

Lernfabrik 4.0: Rainer Kuntz an der vollautomatischen Produktionsanlage. Foto: Scheffler

Weinheim. Computer mit riesigen Monitoren, die per Touchpad bedient werden. Modernste Metallbearbeitungsmaschinen, auf denen jedes Werkstück einen virtuellen Probelauf bestehen muss. Und eine Lernfabrik 4.0, eine vollautomatische Produktionsstraße vom Hochregallager über eine Bohrstation bis zur Qualitätskontrolle: Das neue Bildungszentrum der Freudenberg Gruppe in Weinheim lässt keine Wünsche offen.

Rund 8,5 Millionen Euro ließ sich der Technologiekonzern den Neubau samt Einrichtung kosten. „Hier sieht jeder auf den ersten Blick, wie wichtig uns die Auszubildenden sind, denn wir brauchen Top-Technik für Top-Azubis, die fit für das digitale Zeitalter sind“, erklärt der Leiter des Bildungszentrums und promovierte Ingenieur Rainer Kuntz.

Mehr als eine Milliarde Dichtungsringe pro Jahr

Freudenberg ist ein global aufgestelltes Technologieunternehmen mit über 48.000 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von rund 8,6 Milliarden Euro. Es produziert unter anderem mehr als eine Milliarde komplexe Dichtungsringe pro Jahr, die zum Beispiel in Motoren und Getrieben eingesetzt werden.

1849 begann in Weinheim der erste Jugendliche seine Lehre. Inzwischen zählt das Unternehmen zu den besten Ausbildungsbetrieben Deutschlands und stellt jedes Jahr allein in Weinheim um die 70 Azubis ein.

Aus Ausbildern werden Lernbegleiter und Coaches

„Für sie sind wir im permanenten Wandel und stellen uns immer wieder neu auf, um die zu bekommen, die zu uns passen, und nicht die mit den besten Schulnoten“, betont Kuntz. Aus den Ausbildern wurden über die Jahre Lernbegleiter und Coaches. Sie regen zum Beispiel dazu an, eigene Lösungswege zu finden. „Sie helfen uns zwar, zum Ziel zu kommen, geben den Weg aber nicht vor, sodass man viel selbst überlegen und eigene Ideen entwickeln muss“, erläutert Nam Nguyen. Der 20-Jährige Abiturient lernt Mechatroniker und ist begeistert von den Möglichkeiten: „Man wird perfekt auf das Berufsleben vorbereitet.“

Schon früh müssen die Jugendlichen auch Verantwortung übernehmen. So ist in jeder Gruppe zum Beispiel einer für die Arbeitssicherheit zuständig oder für die Qualität der während der Ausbildung hergestellten Produkte. Coach Gerald Bitsch: „Ausbildung ist heute ein Miteinander, bei dem die Jugendlichen auch viel voneinander lernen.“


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