Wörrstadt. Ob Dekorationen für edle Düfte und teure Kosmetik oder Displays, die bekannte Süßigkeiten oder brandneue Produkte anpreisen: „Dem Kunden muss so etwas sofort ins Auge springen! Nur wer innehält und näher hinschaut, wird dann vielleicht kaufen.“ So erklärt es Daniel Scheepstra, Geschäftsführer bei Thimm Display.

Aufmerksamkeit schaffen! Das ist also das Geschäft des Betriebs in Wörrstadt (Rheinland-Pfalz). Und dafür sind gut ausgebildete Medientechnologen Druck wichtig.

Im Verbund erfolgreich

Thimm Display beschäftigt an zwei Standorten rund 400 Menschen, unter ihnen 19 Auszubildende, und gehört zur Thimm-Gruppe, die über 3.000 Mitarbeiter hat. „Durch diesen Firmenverbund kann der Kunde bei uns alles rund um Verpackung und Display bekommen“, so Scheepstra, „jedes Werk hat seine eigenen Kompetenzen, die zum Erfolg beitragen.“

Ein anschauliches Beispiel dafür ist das mit mehreren Preisen ausgezeichnete Display „Riesen-Stück Kuchenglück“: Für dieses Back-Set einer bekannten Margarine hat Thimm ein Verpackungs- und Display-Konzept entwickelt.

Spezialisten arbeiten Hand in Hand

In der dreieckigen Umverpackung steckt zum einen eine Backform aus wasser- und fettabweisender Wellpappe, die hohe Temperaturen im Backofen oder in der Mikrowelle übersteht. Und zum anderen alle Zutaten, nur Eier muss man noch zusätzlich besorgen. Zum pfiffigen Inhalt passt die äußere Form, Hand in Hand haben die verschiedenen Thimm-Spezialisten für Verpackungen und Displays dafür zusammengearbeitet. Ergebnis: Kuchenstückförmige Verpackungen stapeln sich in einem auffälligen, turmartigen Verkaufsdisplay.

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Medientechnologen Druck

Jede einzelne Verpackung muss bis ins Detail perfekt bedruckt und verarbeitet sein. Dafür sorgen in Wörrstadt Medientechnologen wie Jens Holetzke und Christian Springorum, die sich während ihrer dreijährigen Ausbildung auf Druck spezialisiert haben (Infos zum Berufsbild: karriere-papier-verpackung.de).

Eigene Displays im Laden wiederentdeckt

„Ich kann das ganze Spektrum der Kundenwünsche punktgenau aus einer Maschine herausholen“, sagt Springorum (23). Und er amüsiert sich durchaus darüber, dass im Bekanntenkreis viele nicht wissen, was er genau macht: „Manche denken, ich sitze nur an einem Gerät und drücke auf ,drucken‘ … Die kommen gar nicht auf die Idee, dass ich hier zum Beispiel ihre Müsliverpackung herstelle.“

Drucker Holetzke (28) wiederum ist inzwischen Teamleiter in der Konfektionierung und Kleberei. Ihm gefällt die Abwechslung in seinem Beruf: „Es macht einfach Spaß, im Team so tolle Displays herzustellen und sie dann später im Laden wiederzuentdecken.“

Maja Becker-Mohr
Autorin

Maja Becker-Mohr ist für aktiv in den Unternehmen der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie unterwegs. Die Diplom-Meteorologin entdeckte ihr Herz für Wirtschaftsthemen als Redakteurin bei den VDI-Nachrichten in Düsseldorf, was sich bei ihr als Kommunikationschefin beim Arbeitgeberverband Hessenchemie noch vertiefte. In der Freizeit streift sie am liebsten durch Wald, Feld und Flur.

 

Alle Beiträge der Autorin