Hannover. Auch die siebte IdeenExpo war wieder eine Megashow: Europas größtes Jugend-Event für Naturwissenschaften und Technik begeisterte vom 15. bis 23. Juni über 395.000 Besucher – neuer Rekord. Auf erstmals 110.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gab es in vier Hallen und auf dem Außengelände viel zu entdecken: 270 Unternehmen, Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen, Schulen und Ministerien waren als Aussteller vor Ort.

670 Mitmach-Exponate, mehr als 730 Workshops und zahlreiche Bühnenshows vermittelten dem Publikum packend, wie faszinierend Naturwissenschaft und Technik sind – und welche spannenden Möglichkeiten für die Berufsorientierung Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bieten. Ideen und Begeisterung sprühten an allen Tagen – wie auch beim großen Feuerwerk. 

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Das Motto: „Mach doch einfach“

„WOW“ - in großen Lettern machte die Kautschuk-Industrie auf sich aufmerksam. Aus gutem Grund: Hier gab es jede Menge zu erleben. „Mach doch einfach“ – das Motto der IdeenExpo ließen sich die unzähligen jungen Standbesucher nicht zweimal sagen. Sie legten los und hatten riesigen Spaß. So sollte es sein: die Faszination der Kautschukwelt emotional erleben. Azubis aus den Betrieben wurden zu glaubwürdigen Botschaftern.

  • Bonzo der Ballonhund: Von Straßen- und Kinderfesten sind sie nicht wegzudenken - Künstler, die in wenigen Handgriffen aus einem Ballon einen Hund, eine Blume oder ein Piratenschwert zaubern können. Schüler und Auszubildende wurden in Hannover zu echten Ballonkünstlern und zauberten in wenigen Sekunden eine Figur - am liebsten natürlich einen Hund, so wie Bonzo, der groß und bereits von Weitem gut sichtbar über den Stand der Kautschuk-Industrie wachte.
  • Schnuller im Test: Ob Schnuller, Nuckel oder Nuggi - Babys bester Freund muss eine Menge mitbringen, und das Material muss eine Menge aushalten. Weich sollte der Schnuller sein, anpassungsfähig und elastisch. Myke-Philipp Warnke, Auszubildender beim Hersteller Mapa in Zeven, stellte die überragende Reißfestigkeit von Babyschnullern vor. Sieben Kilogramm Zugkraft müssen sie laut gesetzlicher Vorgabe schaffen, in Wirklichkeit sind die Schnuller weit haltbarer: Sie halten locker zwischen 20 und 36 Kilogramm Zugkraft aus. 

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  • Die magische Tasse: Aus einem Kunststoffklecks wächst im Wärmeofen innerhalb von knapp 15 Minuten eine Tasse! Das kleine Wunder ist leicht zu erklären. „Die Tasse ist aus gewöhnlichem Polyethylen (PET) mittels Spritzguss hergestellt worden“, erklärt Matthias Purann, der Standbetreuer von der Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitung aus dem Land Brandenburg. „Dann wird sie in einer Bestrahlungsanlage mit energiereichen Elektronen bestrahlt. Das verleiht dem Material ein Formgedächtnis, der im Fachjargon ‚shape memory effect‘ genannt wird.“ Damit das wirkt, wird die Tasse auf 100 Grad erwärmt und zusammengequetscht.
  • Eagle 360: Goodyear präsentierte den Eagle 360 – einen visionären Konzeptreifen in Form einer Kugel. Er ist für selbstfahrende Fahrzeuge bestimmt und wird im 3-D-Druckverfahren hergestellt. Erhöhte Konnektivität, verbessertes Handling und vor allem Sicherheit standen bei der Entwicklung im Fokus. Niklas Prasch und Luca Pfeiffer, beide Elektronik-Azubis aus Hanau im dritten Lehrjahr, haben diesen Stand mit weiteren Auzubildenden selber gebaut. „Die Reifen sind miteinander vernetzt und in alle Richtungen manövrierbar“, sagt Prasch und Pfeiffer fügt hinzu: „Das sorgt für ein ruhiges und geschmeidiges Fahren.“
  • Formel-1-Reifen: Einen Originalreifen der Formel 1 aus nächster Nähe zu betrachten und sogar anzufassen, das ist schon etwas Besonderes. Die Azubis von Pirelli hatten viel zu erzählen – wo er hergestellt wird, welche Besonderheiten er hat und wie es immer mal wieder gelingt, einen Formel-1-Fahrer zum Weltmeister zu machen.