Nach rund vier Jahren Bauzeit war es Mitte September endlich so weit: Die weltweit größte Segeljacht wurde ausgedockt und machte eine kurze Probefahrt auf der Kieler Förde. Die „Sailing Yacht A“ ist nach Angaben der Zeitschrift „Boat International“ knapp 143 Meter lang und fast 25 Meter breit. Der Neubau wäre damit deutlich länger als die „Sedov“ aus Russland, die mit ihren 117 Metern bislang als größte Segeljacht der Welt gegolten hatte.

Die Baukosten werden auf 400 Millionen Euro geschätzt

Als Auftraggeber des keilförmigen Dreimasters, der auf der Kieler Werft von „German Naval Yards“ entstand, gilt der Milliardär Andrei Igorewitsch Melnitschenko. Nach Informationen des Magazins „Forbes“ beträgt sein persönliches Vermögen 11,1 Milliarden US-Dollar. Damit gilt er als achtreichster Russe.

Die Baukosten werden von Kennern der Szene auf etwa 400 Millionen Euro veranschlagt. Offizielle Angaben von der Werft gibt es bislang dazu nicht.

Das Schiff nach einem Entwurf des französischen Star-Designers Philippe Starck soll über acht Decks verfügen und unter Segeln eine Geschwindigkeit von bis zu 21 Knoten (39 Kilometer pro Stunde) erreichen. Die drei Masten sind rund 90 Meter hoch.

Clemens von Frentz
Leiter aktiv-Redaktion Nord

Der gebürtige Westfale ist seit über 35 Jahren im Medienbereich tätig. Er studierte Geschichte und Holzwirtschaft und volontierte nach dem Diplom bei der „Hamburger Morgenpost“. Danach arbeitete er unter anderem bei n-tv und „manager magazin online“. Vor dem Wechsel zu aktiv leitete er die Redaktion des Fachmagazins „Druck & Medien“. Wenn er nicht in den fünf norddeutschen Bundesländern unterwegs ist, trainiert er für seinen nächsten Marathon.

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