Das Wichtigste in Kürze:
- Nach Zahlen des Verbands der Zoologischen Gärten ist der Zoologische Garten Berlin mit jährlich 3,64 Millionen Besucher der meistbesuchte Zoo des Landes. Auf Platz zwei schafft es der Tierpark Hellabrunn München (1,9 Millionen Besucher) und der Zoo Wilhelma in Stuttgart (1,8 Millionen Besucher).
- Der Zoologische Garten Berlin, 1844 eröffnet, ist auch der älteste Zoo des Landes. Mit über 20.000 Tieren aus rund 1.200 Arten gilt er außerdem als der artenreichste Zoo weltweit.
- Immer mehr Zoos machen das Erleben der Anlagen auch mit dem Rollstuhl möglich. Zudem werden vermehrt Führungen in deutscher Gebärdensprache oder für erblindete Menschen angeboten.
Von planschenden Pinguinen bis hin zu hüpfenden Kängurus: Im Zoo findet man faszinierende Tiere aus aller Welt. In exotischen Tropenanlagen, winterlichen Polarwelten oder bunt schillernden Aquarien ist eine spannende Entdeckungstour garantiert. Wir verraten Ihnen, wo die seltensten Tiere und spannendsten Führungen auf Sie warten.
Zoo Leipzig

Vor allem sein innovatives Konzept macht den Leipziger Zoo zu einem der beliebtesten nicht nur deutschland-, sondern auch europaweit. Die Besonderheit: Artgerechte Haltung und einzigartiges Besuchererlebnis werden in Leipzig geschickt unter einen Hut gebracht. Sehen kann man das beispielsweise an der weltweit einzigartigen Menschenaffenanlage „Pongoland“. Dort leben Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans. Ein Holzsteg führt über einen angelegten Fluss durch die aufwendig gestalteten Gehege.
Die neueste und deutschlandweit einzigartige Attraktion ist das Live-Action-Abenteuer „Gorilla Trek“. Die Besucher reisen mit VR-Brille und -Headset sowie im bewegtem Kinositz virtuell per Hubschrauber in die Wälder Ostafrikas. So kommen sie einer Gruppe bedrohter Gorillas im Dschungel Ruandas ungewöhnlich nahe.
Neben Menschenaffen kann man die Tierwelten drei verschiedener Kontinente entdecken: Afrika, Asien und Südamerika. Eine weitere Besonderheit: das „Gondwanaland“. Der überdachte tropische Regenwald ist so groß wie zwei Fußballfelder und das Zuhause von Tieren wie Tapiren und Faultieren, aber auch von 500 exotischen Pflanzenarten.
Zoologischer Garten Berlin

Dieser Hauptstadt-Zoo ist nicht nur der am meisten besuchte Deutschlands, sondern mit seiner Eröffnung im Jahr 1844 auch der älteste hierzulande. In der dortigen Tierwelt finden sich noch weitere Superlative: Mit über 20.000 Tieren aus rund 1.200 Arten gilt er als der artenreichste Zoo weltweit. In der „Adlerschlucht“ etwa können Besucher den imposanten Greifvögeln nahekommen, im „Reich der Jäger“ streifen Tiger und Jaguare umher. Beliebt ist auch das Aquarium, in dem nicht nur exotische Fische, sondern auch Haie und Krokodile hausen.
Absolute Besucher-Magneten sind die beiden Panda-Zwillinge Leni und Lotti, die im August 2025 ihren ersten Geburtstag feierten. Im Zoologischen Garten Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 22. August 2024 brachte Panda-Dame Meng Meng die beiden Baby-Pandas zur Welt. Sie sind erst der zweite Panda-Nachwuchs, der jemals in Deutschland geboren wurde. Alle mit einer Schwäche für Dickhäuter sind im Elefanten-, Nashorn- oder Flusspferdhaus genau richtig. In der „Hippo Bay“ können die Flusspferde beim Unterwasserballett beobachtet werden. Besonders erwähnenswert: Der Zoologische Garten Berlin bietet auch Blinden- und Demenz-Führungen oder Zoo-Touren in Gebärdensprache an.
Erlebnis-Zoo Hannover

Hier ist der Name Programm: Durch begehbare Tiergehege und den Einsatz großer Panoramascheiben wird ein Besuch im Zoo Hannover wirklich zum Erlebnis. Nur wenige Zentimeter Glas trennen Kinder und Erwachsene von der Schnauze eines Eisbären. Diese Erfahrung macht man im Themenbereich „Yukon Bay“, in dem Kanadas Wildnis veranschaulicht wird. Auch andere Tiere lassen sich hautnah erleben, beispielsweise Pelikane und Bennett-Kängurus – die Gehege dieser Tiere sind begehbar.
Die Krönung eines Besuchs im Erlebnis-Zoo ist die Sambesi-Bootsfahrt: Während man entspannt und lautlos über den Fluss gleitet, kann man sich von der Tierwelt Afrikas verzaubern lassen und die aufwendig und naturnah gestaltete Anlage bestaunen. Zu sehen gibt es unter anderem Zebras, Flusspferde, Flamingos und Giraffen. Auch Abendführungen sind möglich, um nachtaktive Tiere zu bestaunen.
Der Zoo in Hannover gilt als einer der familienfreundlichsten in ganz Deutschland. Und das nicht ohne Grund: Spiel- und Lernangebote für die jüngeren Besucher sind über den ganzen Park verteilt und reichen von Spielplätzen bis hin zur Showarena. Dort zeigen Tiertrainer die Tricks verschiedener Tiere – und Kinder dürfen dabei sogar assistieren. Außerdem sind das Gelände und die Gebäude nahezu barrierefrei. Sogar die Sambesi-Bootsfahrt ist im Rollstuhl möglich.
Urlaubstage im EU-Vergleich
Apropos Freizeitvergnügen: In Deutschland und Dänemark haben die meisten Tarifbeschäftigten laut Eurofound mit jeweils 30 Urlaubstagen EU-weit den höchsten Urlaubsanspruch. Damit gewähren diese beiden Länder zwei Wochen mehr bezahlten Urlaub, als die EU vorschreibt – nämlich mindestens vier Wochen. Auf Platz zwei und drei liegen Malta (28 Tage) und Luxemburg (26 Tage).
Kölner Zoo

In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Zoos und Tierparks wie in Nordrhein-Westfalen. Einer der beliebtesten dort ist der Kölner Zoo. Weit über eine Million Besucher staunen jährlich über die tierischen Bewohner. Neben Sibirischen Tigern, Okapis, Geparden und Grizzlybären gibt es weitere Höhepunkte zu entdecken: Der Rundgang beginnt mit der 500 Quadratmeter großen Erdmännchen-Anlage, in der die verspielten Tiere ausreichend Platz zum Graben und Laufen haben.
Im „Hippodom“ können Flusspferde bestaunt werden. Dort wurde in einem Großprojekt eine afrikanische Flusslandschaft nachgebildet, in der sich auch Nilkrokodile, Antilopen und verschiedene Vogelarten tummeln. Ein weiteres Highlight: Mit 20.000 Quadratmetern beherbergt der Kölner Zoo den größten und modernsten Elefantenpark nördlich der Alpen. Dort leben elf Asiatische Elefanten, im März 2025 kam der jüngste Nachwuchs zur Welt.
Wechselnde Ausstellungen auf dem Gelände laden zum Entdecken ein. Von Ostern 2025 bis Herbst 2026 leisten detailgetreue XXL-Skulpturen Dinosauriern den echten Tieren Gesellschaft. In der Winterzeit erstrahlt der Zoo mit dem Lichter-Event „China Lights“: Die Besucher können zahlreiche Lichtinstallationen bestaunen; stimmungsvoll illuminierte Tier- und Fantasy-Figuren im asiatischen Stil. Direkt gegenüber dem Zoo befindet sich „die Flora“, ein botanischer Garten, der mit 12.000 kultivierten Pflanzenarten zu einem weiteren Spaziergang einlädt.
Münchner Tierpark Hellabrunn

Nach dem Berliner Zoo ist der Tierpark Hellabrunn der meistbesuchte deutsche Zoo. Nach seiner Gründung 1911 wurde im Jahr 1928 aus dem Tierpark der erste Geozoo der Welt. Das bedeutet, dass Tiere nicht unbedingt nach verwandten Arten, sondern nach ihrer geografischen Herkunft geordnet werden. So leben dort zum Beispiel Zebras, Antilopen, große Kudus und Strauße gemeinsam in der Afrika-Anlage. Mit dem „Masterplan zum Geozoo der Biodiversität“ soll diese Vision stetig ausgebaut und verbessert werden. Dabei soll der Fokus vor allem auf Nachhaltigkeit, Edukation und verbesserten Haltungsbedingungen liegen.
Neben „Afrika“ kann man auch Themenbereiche zu den anderen Kontinenten und zur Polarwelt besichtigen — ein Besuch wird so zu einer kleinen Weltreise. Über 500 Tierarten leben hier auf einer Gesamtfläche von 40 Hektar. Darunter beispielsweise der europäische Luchs, Kängurus, Panzernashörner und Elefanten. Letztere wohnen im Wahrzeichen des Zoos: dem 2016 neu eröffneten Elefantenhaus. Mit über 17 Millionen Euro wurde die Sanierung des hochmodernen Gebäudes von der Stadt bezuschusst. Im Zoo gibt es außerdem besondere Veranstaltungs-Highlights wie die Krokodilfütterung oder die Tierpfleger-Treffpunkte, bei denen man etwa mehr über die besonderen Trainings- und Fütterungsmethoden bei den Sibirischen Tigern erfährt.
Tierpark Hagenbeck

Der Tierpark Hagenbeck im Hamburger Bezirk Eimsbüttel ist bis heute in Familienbesitz: Er wird bereits in sechster Generation von der Familie Hagenbeck geleitet. Besonders beliebt ist das Herzstück des Tierparks: das Eismeer. Auf einem 750 Meter langem Weg lassen sich Bewohner der Arktis und Antarktis bestaunen. Panoramascheiben ermöglichen sogar den Blick in die Tiefen der Gewässer. Zu sehen gibt es verschiedene Seevogelarten, Eisbären, Pinguine und besonders einzigartig: Walrosse.
Einen Besuch wert ist auch das Orang-Utan-Haus: Nicht nur die Architektur der im Durchmesser 32 Meter große Kuppel ist ein Blickfang, auch die Menschenaffen im Inneren sorgen für Faszination. Insgesamt sind über 14.000 Tiere von allen Kontinenten und Weltmeeren im Tierpark und anliegenden Tropen-Aquarium zu Hause. Darunter befinden sich zum Beispiel Haie, Rochen, Nilkrokodile und verschiedene Vögel und andere Säugetiere.
Zoos und Tiergärten in Deutschland
Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland 210 Gärten und Naturparks, die mehr als 22.000 Euro steuerpflichtigen Jahresumsatz erwirtschafteten. Gemeinsam haben sie einen Jahresumsatz von rund 495 Millionen Euro.
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Der ehemalige Ruhr-Zoo zeichnet sich vor allem durch seine kindgerechte Gestaltung und die Zusatzleistungen für Familien und Kinder aus. Es gibt ein sehr vielfältiges Angebot für die jüngeren Zoo-Besucher wie kreativ gestaltete Spielplätze, Streichelzoo und Zooschule. Außerdem können Kinder in den Ferien an einem betreuten Programm in der ZOOM Erlebniswelt teilnehmen und so selbst zu Entdeckern werden. In kleinen Gruppen werden besondere Expeditionen durch die Erlebniswelten unternommen. Auch bei Tierfütterungen dürfen die Kinder dabei sein und können so spannende Blicke hinter die Kulissen des Zoos werfen.
Besichtigen kann man in Gelsenkirchen drei Themenbereiche: Im Bereich „Alaska“ sieht man etwa Eisbären, Luchse, Kamtschatka-Braunbären und Schnee-Eulen. Afrika ist das Zuhause unter anderem von Flusspferden, Hyänen, Löwen und Stachelschweinen. Im dritten Bereich „Asien“ sollte man sich den „Canopy Walk“ auf keinen Fall entgehen lassen: Auf dem Baumwipfelpfad in fünf Meter Höhe können kleine und große Zoobesucher den Orang-Utans auf Augenhöhe begegnen.
Wihelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart

Die Zoo-Anlage war ursprünglich die private Schlossanlage von König Wilhelm I. Seit 1880 ist sie öffentlich zugänglich, aber erst um 1950 wurden dort auch Tiere gehalten. Aus dieser Zeit sind sogar noch einige Magnolien des historischen Hains im Maurischen Garten erhalten: Ab Ende März blühen dort ungefähr 70 Bäume in Weiß- und Rosatönen. Damit gelten sie als größter Bestand nördlich der Alpen. Heute besuchen rund 1,8 Millionen Menschen jährlich das Gelände mit seinen zahlreichen historischen Gebäuden.
Aber natürlich hat die Wilhelma auch einiges an beeindruckender Fauna zu bieten: Neben dem Aquarium und dem Insektarium befinden sich in den Anlagen neben vielen anderen Tieren zum Beispiel Schneeleoparden, Koalas oder Krokodile. Aber auch die heimische Wildnis gilt es zu entdecken: Das Biotop Wilhelma bildet eine grüne Oase mitten in der Stadt. Und die lockt nicht nur Rotfüchse und Eichhörnchen, sondern auch viele Fledermaus- und Vogelarten an. Außerdem erfahren die Besucher mehr zum Thema Artenschutz vor der eigenen Haustür.
Zoo Rostock

Besonders stolz ist man im Zoo Rostock auf das „Darwineum“: In dessen Tropenhalle stößt man in naturnah gestalteten Gehegen auf Gorillas, Faultiere und verschiedene Reptilien. Die außergewöhnliche Entdeckungstour geht allerdings in der Evolutionsausstellung weiter. Dort kann man viel über die Entstehung der Welt, die Entwicklung des Menschen und Charles Darwins Evolutionstheorie lernen.
Im Polarium sind Eisbären und Pinguine zu Hause. Daneben gibt es verschiedene Tiergehege wie das Zwergflusspferd-Haus, das Vogel-Reptilien-Haus oder die Robbenanlage. Außerdem wächst die größte Baumart der Welt auf der Anlage: der Riesen-Mammutbaum. Das Exemplar im Rostocker Zoo wurde bereits 1883 gepflanzt und gehört zu den Naturdenkmälern Rostocks. Außerdem bietet der Zoo Berufsorientierungsangebote und eine Rallye für Erwachsene an.
Allwetterzoo Münster

Den Namen erhielt der Münsteraner Zoo durch seine charakteristischen Allwettergänge. Diese sind überdacht und verbinden alle großen Tierhäuser miteinander. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit, die man dort vorfindet: Im Allwetterzoo kommt man einigen Tieren nämlich so nah wie fast nirgendwo sonst! Einer der Besucherwege führt beispielsweise durch eine begehbare Affenanlage. Dort laufen einem Kattas und Guerezas buchstäblich über den Weg. Außerdem kann man aktiv an der Elefantenfütterung teilnehmen: Es wird Gemüse bereitgestellt, welches man den Rüsseltieren zum Fressen geben darf.
Im Juli 2025 gab es außerdem seltenen Leoparden-Nachwuchs im Allwetterzoo Münster: Die Leoparden-Katze Nahla brachte ein gesundes Jungtier der stark gefährdeten Art zur Welt. Besucher haben in nächster Zeit also gute Chancen, die kleine Katze zu beobachten. Publikumslieblinge sind außerdem die Pinguine. Denn diese watscheln regelmäßig beim „Pinguinmarsch“ durch den Zoo – direkt an den Besuchern vorbei!
Luisenpark Mannheim

Eine der schönsten Parkanlagen Europas – so wirbt der Park für sich selbst, der 2025 sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Und tatsächlich treffen Im Luisenpark in Mannheim Natur, Tiere und Erholung auf einzigartige Weise zusammen. Das große Angebot sowohl für Erwachsene als auch für Kinder lädt dazu ein, sich treiben zu lassen.
Zu sehen gibt es unter anderem exotische Tiere wie die seltenen Goldkopflöwenäffchen, Flamingos, Pinguine oder die kleinste Krokodil-Art der Welt. Der Park setzt sich außerdem stark für den Schutz heimischer Arten ein, etwa für die Mehl- und Rauchschwalbe. Gemeinsam mit dem NABU engagiert sich der Luisenpark im Schwalbenschutzprogramm.
Auch wer sich nach Erholung und Entspannung sehnt, ist im Luisenpark richtig. Dazu lädt eine Gondolettafahrt über den Weiher oder der Besuch der Ruheinsel „KlangOase“ ein. Dort hört man für den Luisenpark komponierte Klänge, die aus in Bäumen versteckten Klangquellen tönen. Als Besuchermagnet gilt auch der Chinesische Garten: Dort steht das größte original chinesische Teehaus Europas.
Weltvogelpark Walsrode

Der größte Vogelpark der Welt liegt in der Lüneburger Heide. 4.000 Tiere aus 600 Arten aller Kontinente und Klimazonen leben hier in zahlreichen Innen- und Außenvolieren. Der Park punktet allerdings nicht nur mit Zahlen, sondern vor allen Dingen mit seinem originellen Programm und dem großen Engagement bei der Erhaltung bedrohter Arten.
Wer nicht nur Zuschauer sein, sondern auch mithelfen möchte, darf sich die Mitmachfütterungen nicht entgehen lassen. Das geht zum Beispiel bei den Störchen, Pinguinen und Pelikanen. Aber auch in der Freiflughalle kommen die Besucher einigen Vögeln ganz nah. Der Weltvogelpark veranstaltet außerdem die größte Flugshow Europas: Dort kann man sich von Adlern, Eulen oder Papageien und ihren Tricks faszinieren lassen. Und auch bei der Greifvogelfütterung lassen sich die Könige der Lüfte auf besondere Weise bestaunen.
Zoo Dresden

Ganz selten: Der Dresdner Zoo gehört zu den wenigen in Deutschland, in dem man Koalas findet! Die flauschigen Tiere leben zusammen mit Bartaffen, Faultieren und Krokodilen im Tropenhaus „Prof. Brandes-Haus“, das nach dem ehemaligen Zoodirektor benannt wurde. Das Wiegen und die Fütterung der Koalas gehören zu den ganz besonderen Erlebnissen. Für einen Perspektivwechsel sorgt der „Zoo unter der Erde“, den man auch über eine Rutsche betreten kann. Dort verkriechen sich zum Beispiel Feuersalamander, Zwerghamster und das kleinste Säugetier der Welt: die Etruskerspitzmaus.
Der Dresdner Zoo ist eingebettet in den „Großen Garten“ – ein Park, der bereits zu Zeiten des Barocks angelegt wurde. Der Zoo wurde 1861 eröffnet und zählt zu den ältesten in Deutschland. Auf einem Rundgang trifft man auf eine breite Spanne von Tierarten: Von kleinen Tieren wie dem Kugelgürteltier oder dem Kleinen Panda bis hin zu großen Banteng-Rindern oder Giraffen kann man die Tiere verschiedener Kontinente kennenlernen.
Tierpark Sababurg, Hofgeismar

Im Gegensatz zu den klassischen Zoos sind Tierparks meistens weitläufiger und zeigen neben exotischen Tierarten auch vermehrt einheimische. So macht der Urwildpark flächenmäßig den größten Anteil des Tierparks Sababurg im Landkreis Kassel aus. Hier werden in großzügigen, naturbelassenen Anlagen von rund 15 Hektar europäische Tiere oder deren Rückzüchtungen gehalten. So viel Platz macht eine artgerechte Haltung möglich – und lange Spaziergänge ebenso. Sehen kann man dort neben Wölfen und Luchsen auch Fischotter oder Vielfraße, also ein breit gefächertes Arten-Repertoire.
Der Tierpark liegt am Fuße der Sababurg, welche auch „Dornröschenschloss“ genannt wird. Die Geschichte des Parks geht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Die Tierparkmauer ist tatsächlich auch aus dieser Zeit erhalten geblieben. Damit ist er der älteste Tierpark Deutschlands, der in seinem ursprünglichen Areal beibehalten wurde. Highlights sind unter anderem die Fütterung der Wölfe oder Waschbären sowie die Greifvogelflugschau. Im Herbst finden zudem rund zweistündige, geführte Hirschbrunftführungen statt – mit etwas Glück lassen sich die Tiere auch bei Ihren Kämpfen beobachten.
Thüringer Zoopark Erfurt

Der Zoopark Erfurt ist der größte zoologische Garten Thüringens und der drittgrößte wissenschaftlich geleitete Zoo Deutschlands. Er liegt im Norden der Stadt auf dem „Roten Berg“ und bietet eine schöne Aussicht auf die Stadt. Etwa 1.000 Tiere aus 157 verschiedenen Tierarten kann man bei einem Besuch entdecken. Mit einer Fläche von 63 Hektar ist der Thüringer Zoopark einer der größten Zoos in Deutschland und punktet mit großzügig gestalteten Tiergehegen.
Auf keinen Fall sollte man die von Tierpflegern kommentierten Fütterungen verpassen – sie sind nicht nur spannend zu beobachten, sondern zugleich auch noch informativ. Regelmäßig zuschauen kann man dabei zum Beispiel Kattas, Löwen, Bisons oder den Erdmännchen. Einige Gehege sind außerdem begehbar: so zum Beispiel der Lemurenwald oder das Känguruland. Wer nicht nur gucken, sondern auch anfassen möchte, der ist im Streichelgehege bei den Zwergziegen genau richtig. Außerdem kann man im Rahmen der Aktion „Tierpfleger für einen Tag“ einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen des Zoos werfen.

Nadine Keuthen stürzt sich bei aktiv gerne auf Themen aus der Welt der Wissenschaft und Forschung. Die Begeisterung dafür haben ihr Masterstudium Technik- und Innovationskommunikation und ihre Zeit beim Kinderradio geweckt. Zuvor wurde sie an der Hochschule Macromedia als Journalistin ausgebildet und arbeitete im Lokalfunk und in der Sportberichterstattung. Sobald die Sonne scheint, ist Nadine mit dem Camper unterwegs und schnürt die Wanderschuhe.
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