Auf die Plätze, fertig, Urlaub! Doch vor der Entspannung gilt es, eine letzte Hürde zu nehmen: Koffer packen. „Mit einigen Tricks ist das schnell erledigt“, sagt Ivica Tot-Genz. Der gelernte Maßschneider packt profimäßig Koffer im Berliner Fünf-Sterne-Hotel „Hotel de Rome“ und leitet dort die eigene Hotelwäscherei. Seine Experten-Tipps erfahren Sie in der folgenden Bilderstrecke:

Überblick verschaffen

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Das Gepäck vor der Reise rechtzeitig zusammenstellen. Regel: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, rät Packprofi Tot-Genz. Wer zu viel in einen Koffer packt, dem helfen die besten Tricks gegen Falten nicht mehr: „Sammeln Sie erst alles, was Sie mitnehmen möchten. So bekommen Sie ein Gefühl, was Sie überhaupt brauchen und wie groß der Koffer sein muss.“

Klamotten kombinieren

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Um Platz zu sparen, sollte die Kleidung kombinierbar und pflegeleicht sein. Das macht sie für mehrere Gelegenheiten tragbar. Schuhe sollten bequem, aber auch elegant genug für das abendliche Event sein. Ein Wollpullover oder ein Strickjacke sind nicht schon nach einmaligem Tragen waschreif. Über Nacht auslüften und sie sind mehrere Male tragbar.

Schweres nach unten

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Gewichtige Gegenstände kommen nach unten auf den Kofferboden. Dazu gehören etwa Schuhe oder Bücher. Zwischenräume werden mit Socken, Strumpfhosen oder T-Shirts gefüllt. Tot-Genz: „Auf dem Boden des Koffers sollte so eine kompakte Schicht entstehen, die nicht verrutschen kann.“

Einzelbeutel nutzen

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Wichtig ist ein Extraschutz für Schuhe und Behälter für Flüssigkeiten. „Kulturtaschen sollte man unbedingt nochmals wasserdicht verpacken. Läuft die Shampoo-Flasche aus, ist die ganz Garderobe ruiniert“, warnt der Pack-Experte. Wer seine Lederschuhe oder Pumps mitnimmt, sollte sie in Stoffbeutel verpacken.

In Schichten packen

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Auf die unterste Schicht folgen Jeans, robuste Jacken und zum Ausfüllen die restliche Unterwäsche, dann leichtere Sachen daraufschichten: T-Shirts, Pullover, Hemden, feine Hosen und Jacken. Hierbei gilt: „Rollen ist besser als falten“, so der Profi-Packer. Besonders Hosen, T-Shirts und Krawatten knittern weniger, wenn man sie rollt.

Freiräume nutzen

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Kleine Zwischenräume mit Gürteln, Socken oder Unterwäsche ausfüllen. Das spart Platz und verhindert, dass die Kleidung während des Transports verrutscht und durcheinandergerät.

Seidenpapier gegen Falten

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Um Hemden und Sakkos faltenfrei aus dem Koffer zu holen, schlägt Tot-Genz die edlen Teile in Seidenpapier ein. An allen Seiten sollte es fünf bis zehn Zentimeter überstehen. Der Profi schlägt die Seiten des Papiers ein und faltet darauf Jacken und Kleider auf die Größe des Koffers. Hosen und Röcke legt der Berliner ebenfalls auf Papier – und rollt sie: „Bitte immer vom Hosen- oder Rocksaum aus beginnen, einzurollen.“

Ärmel ausstopfen

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Knitterfalten am Ärmel verhindert man durch etwas Seidenpapier, das man in den Ärmel stopft. Und damit das Hemd nicht aus der Form gerät, unterlegt es Tot-Genz oft auch mit dünner Pappe. Wer Seidenpapier gerade nicht zur Hand hat, kann auf das Papier der Tageszeitung zurückgreifen: „Die sollte aber einige Tage alt sein, sonst färbt die Druckerschwärze noch ab.“

Erste Hilfe für verknitterte Kleidung

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Zieren Bluse, Hemd, Hose oder Kleid trotz aller Mühle doch mal hässliche Falten, empfiehlt der Experte einen Trick: „Gönnen Sie ihrem Kleidungsstück ein glättendes Dampfbad“. Einfach während des Duschens ins Badezimmer hängen, danach das Badezimmer verlassen und die Tür schließen. Mit etwas Geduld glättet die feuchte Luft den Stoff.

Schmutzwäsche trennen

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Schmutzige Wäsche gehört in eine verschließbare Plastiktüte, damit die restliche Wäsche nicht anfängt, zu müffeln. Am besten auch hier mehrere kleine Tüten mitnehmen, damit man damit Löcher stopfen kann. Dann muss auch zu Hause vor der Wäsche nicht noch aufwendig getrennt werden.