Berlin. Die Frage ist für viele Eltern wichtig: Wie teuer wird eigentlich der Lappen? Das sollte man frühzeitig wissen – nicht zuletzt, wenn etwa die Oma oder auch der Junior selbst zur Finanzierung beitragen wollen oder sollen.

Orientierung gibt Moving, eine Interessenvereinigung der Branche: Laut aktueller Umfrage bei 300 Fahrschulen kostet ein Führerschein Klasse B im Schnitt 1.775 Euro. Die Spannweite ist groß – je nach Region sind es 1.600 bis 1.900 Euro.

30 Fahrstunden plus Sonderfahrten

Als „Grundbetrag“ werden einmalig um die 200 Euro an die örtliche Fahrschule fällig. Danach spielt das Talent des Sprösslings eine wichtige Rolle – der mit Abstand größte Kostenblock sind die Fahrstunden.

Gesetzlich vorgeschrieben sind diverse Sonderfahrten etwa auf der Autobahn, ingesamt zwölf Stunden à 45 Minuten. Dazu kommen die normalen Fahrstunden, ebenfalls je 45 Minuten lang: „Rechnen Sie mit mindestens 30 Stunden“, empfiehlt der Tüv Rheinland in seinem Info-Portal (tuv.com). Wer zusätzlich üben will: Günstig geht das in elterlicher Begleitung auf dem Verkehrsübungsplatz. Beim ADAC zum Beispiel kostet das 10 bis 15 Euro.

Fühlt sich der Prüfling noch unsicher, sollte er lieber in weitere Zeit am Steuer investieren, als durch die Prüfung zu rasseln. Denn die kostet nicht nur rund 90 Euro behördliche Gebühr pro Anlauf: Viele Fahrschulen kassieren für jede „Vorstellung zur Prüfung“ etwa 150 Euro.

Dazu kommen diverse kleinere Posten, die insgesamt um die 150 Euro ergeben: Lehrmaterial und Gebühr für die theoretische Prüfung, Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest, Passfoto – und am Ende hoffentlich die Verwaltungsgebühren für die Ausstellung des Führerscheins.