Letzte Woche ging mein Telefon plötzlich kaputt. Akku tot. Ich stand da wie ein Mensch aus dem Jahr 1994. Keine Bahn-App, kein Navi mehr. Nicht erreichbar, keine einzige Telefonnummer auswendig im Kopf. Totaler Systemausfall!
Ich sag Ihnen: Kein besonders erbauliches Gefühl, so dermaßen aufgeschmissen zu sein. Solange alles funktioniert, ist so ein Smartphone ja ein praktischer Begleiter. Aber schmiert das Teil ab, fehlt plötzlich das komplette Betriebssystem für unseren Alltag. Das Gefühl kennen Sie vielleicht selbst: Wegen eines Fehlers bei der Registrierungsstelle DENIC lag kürzlich ja zeitweise das halbe deutsche Internet lahm. Und wir waren damit quasi alle kurz „ohne Handy“.
Dazu fiel mir ein Satz von Mark Weiser ein, ultraschlauer US-Informatiker: „Die tiefgreifendsten Technologien sind jene, die verschwinden.“ Und damit ist gemeint: Erst weckt Technologie bei uns Menschen Begeisterung oder Skepsis. Dann wird sie praktisch. Und irgendwann so selbstverständlich, dass man sie nur bemerkt, wenn sie fehlt. Bis jene Technik wieder von der nächsten verdrängt wird. Vielleicht schmunzeln wir bald darüber, dass wir ständig auf Handys gestarrt haben. So lange konnte ich jetzt nicht warten. Hab mittlerweile ein neues Handy …

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Uli Halasz an drei Universitäten Geschichte. Ziel: Reporter. Nach Stationen bei diversen Tageszeitungen, Hörfunk und TV ist er jetzt seit zweieinhalb Dekaden für aktiv im Einsatz – und hat dafür mittlerweile rund 30 Länder besucht. Von den USA über Dubai bis China. Mindestens genauso unermüdlich reist er seinem Lieblingsverein Schalke 04 hinterher.
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