Bonn. Wenn das Auto mal streikt, ist das schon ärgerlich genug. Noch ärgerlicher ist es, wenn die fällige Reparatur nicht ordentlich ausgeführt wird und es deswegen zum Streit mit der Werkstatt kommt. Immerhin kann man sich dann kostenlose Hilfe holen!

Bundesweit gibt es rund 100 Kfz-Schiedsstellen. Sie versuchen, Meinungsverschiedenheiten zwischen Kunde und Werkstatt einvernehmlich zu lösen – das geht allerdings nur bei Betrieben, die der Kfz-Innung angehören.

Wer zum Beispiel Zweifel hat, ob eine Reparatur überhaupt notwendig war oder ob die Rechnung korrekt ist, kann sich an eine Schiedsstelle wenden (Adressen unter kfz-schiedsstellen.de). Auch Gebrauchtwagenkäufer, die Mängel an ihrem Wagen feststellen, finden hier einen Ansprechpartner. Und die Chancen, den Streit so beizulegen, sind gut, wie die jüngste Bilanz zeigt.

Viele Fälle sind rasch geregelt

Rund 11.200 Fälle gab es im Vorjahr, davon „wurden 90 Prozent auf kurzem Weg zwischen Schiedsstelle, Kunde und Kfz-Betrieb geregelt“, wie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn mitteilt. Jeder zehnte Fall landete bei einer der mit Fachleuten besetzten Schiedskommissionen, mehr als die Hälfte davon endete dann mit einem Vergleich, in den restlichen Fällen bekam mal die Werkstatt Recht, mal der Kunde.

Autofahrer gehen da übrigens kein Risiko ein: „Für den Betrieb ist der Schiedsspruch bindend – dem Kunden bleibt immer noch der Weg zum Gericht“, heißt es beim ZDK.