Die Schläger kleiner als beim klassischen Tennis, der Platz kompakter – aber der Spaßfaktor, der ist riesig: Padel, eine Mischung aus Tennis und Squash, wird in Deutschland immer beliebter. Unlängst pfefferten sich live im TV gar Promis wie Fußball-Weltmeister Christoph Kramer oder Schauspieler Uwe Ochsenknecht die Filzkugeln um die Ohren. Und zwar zur besten Sendezeit!
Spielspaß ist von Beginn an garantiert
Woher kommt der Hype? „Padel ist einfach zu erlernen, hat durch das Teamspiel einen sozialen Charakter und ist bis zu einem bestimmten Level nicht so kraft- und fitnessintensiv“, begründet Stefanie Steible, Geschäftsführerin beim Deutschen Padel-Verband (DPV). Heißt: Jeder kann einfach loslegen, Spielspaß garantiert.
Laut DPV existieren aktuell 233 Mitgliedsvereine – viermal so viele wie noch vor drei Jahren. Rund eine Viertelmillion Freizeitspieler greifen hierzulande mindestens einmal pro Monat zum Racket. Und auch die Zahl der Plätze wächst rasant: In den letzten rund 18 Monaten hat sich deren Zahl auf nunmehr 1.000 Courts mehr als verdoppelt.
Bald schon 20.000 Plätze in Deutschland?
Das dürfte noch lange nicht das Ende der Netzstange sein. Brancheninsider hoffen auf bis zu 20.000 Courts schon innerhalb der nächsten acht Jahre.
Fazit: „Padel ist zu einem großen Trend geworden, mit spannender Dynamik und brutalem Wachstumspotenzial.“ So sagt es auch Professor Philipp Hoog von der Handelsberatung BBE in München.
So spielt man Padel
- Padel zählt zu den am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt. In Spanien ist es schon länger Sportart Nummer zwei nach König Fußball.
- Gespielt wird im Doppel auf einem von Glas- wänden umgebenen Platz.
- Die Wände dürfen wie beim Squash genutzt werden – nach dem ersten Bodenkontakt darf der Ball die Wand berühren.
- Der Aufschlag muss von unten ausgeführt und diagonal ins gegnerische Feld gespielt werden.
- Gezählt werden die Punkte wie beim Tennis: 15, 30, 40, Spiel.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Uli Halasz an drei Universitäten Geschichte. Ziel: Reporter. Nach Stationen bei diversen Tageszeitungen, Hörfunk und TV ist er jetzt seit zweieinhalb Dekaden für aktiv im Einsatz – und hat dafür mittlerweile rund 30 Länder besucht. Von den USA über Dubai bis China. Mindestens genauso unermüdlich reist er seinem Lieblingsverein Schalke 04 hinterher.
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