Berlin. „Wir haben etwa 50.000  Ingenieure zu wenig in Deutschland“, sagt Wolfgang Gollub, beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall für die Nachwuchssicherung zuständig. „Außerdem wird die Lücke zwischen der Qualität der Schulen und den Bedürfnissen der Industrie leider größer.“ Die deutsche Metall- und ElektroIndustrie hält da jeweils gegen – als Unterstützer zahlreicher Projekte im Bereich Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). „Herzstück ist das Portal think ING“, so Gollub, „für jemanden, der Ingenieur werden will, lässt es keine Frage offen – und wer sich anmeldet, wird Teil eines stetig wachsenden Netzwerks.“

think-ing.de

265 Gymnasien mit MINT-Schwerpunkt sind schon in diesem größten deutschen Schulnetzwerk dabei. Lehrer können von den Angeboten ebenso profitieren wie Schüler, die zum Beispiel in mehrtägigen MINT-EC-Camps ein spezielles Thema vertiefen. Mal geht’s da um Nanotechnologie, mal um Informatik, mal in ein Bergwerk. 

mint-ec.de 

Das Netzwerk für Lehrer aller Schularten: Die Pädagogen werden fortgebildet, sie finden kostenlos vorbildliches Unterrichtsmaterial – und können sich europaweit mit anderen MINT-Lehrkräften austauschen. 

science-on-stage.de

Zeitgemäßer Mathe-Unterricht? Eine Antwort: Geometrie einfach mit dem Finger aufs Tablet zeichnen! Die praktische Software, an der Uni Bayreuth entwickelt, gibt es auch fürs Smartphone oder für den PC. Private Anwender dürfen sie kostenlos nutzen. 

sketchometry.org

Hier geht es speziell um die Förderung von Mathe-Spitzentalenten: An dem von der Stiftung Bildung und Begabung ausgerichteten Wettbewerb nehmen Jahr um Jahr rund 1.500 Schüler teil. 

mathe-wettbewerbe.de/bwm

Mehr MINT-Frauen – das ist das Ziel des bundesweiten Programms „CyberMentor“: Mädchen der Jahrgangsstufen sechs bis zwölf werden ein ganzes Jahr von einer persönlichen Mentorin begleitet, einer Ingenieurin etwa oder einer Naturwissenschaftlerin. Alles läuft online, über eine geschützte Plattform. 

cybermentor.de 

Wettbewerbe mit immer intelligenteren Robotern – dafür begeistern sich Tausende Jugendliche aus aller Welt, gerade war das Finale 2016 in Leipzig. Namhafte deutsche Unternehmen gehören ebenso zu den Sponsoren wie das think-ING-Netzwerk. 

Experimente für alle Altersstufen: 15 Schülerlabors an Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Berlin und Brandenburg haben sich zum größten regionalen Netzwerk zusammengeschlossen – und sind damit bundesweit Vorbild. 50.000 Schüler und über 600 Lehrer nutzten allein im Vorjahr die (Fort-)Bildungsangebote. 

genau-bb.de