Berlin. Dieser Tage beginnt für viele junge Leute ein neuer Lebensabschnitt: Ausbildung, Studium oder auch ein Jahr im Freiwilligendienst. Wann gilt dann eigentlich der Mindestlohn?

Oft ist es ganz einfach. Die 9,19 Euro brutto pro Stunde spielen für Azubis keine Rolle. Das steht so im Mindestlohngesetz – und daran wird auch die politisch diskutierte „Mindestausbildungsvergütung“ ab 2020 nichts ändern. Die Mindestlohn-Regeln gelten zudem auch nicht für Ehrenamtler, also zum Beispiel im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Kein Mindestlohn für Jugendliche ohne Ausbildung

Außerdem haben Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung grundsätzlich keinen Anspruch auf den Mindestlohn! Dies soll verhindern, dass Jugendliche des lieben Geldes wegen jahrelang vor sich hin jobben, statt eine Lehre zu absolvieren.

Ziemlich knifflig ist die Sache dagegen bei Praktikanten, hier kommt es auf diverse Details an. Das Bundesarbeitsministerium hilft daher mit einem kostenlosen Internet-Check – man beantwortet dort einige Fragen jeweils mit „Ja“ oder „Nein“ und erfährt dann, ob der Mindestlohn für das jeweilige Praktikum gilt.

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Mindestlohn-Hotline des Arbeitsministeriums

In allen Zweifelsfällen hilft das Ministerium mit einer ebenfalls kostenlosen Hotline weiter: Unter der Rufnummer 030 - 60.28.00.28 werden konkrete Fragen beantwortet.

Übrigens: Anfang 2020 wird der gesetzliche Mindestlohn um 16 Cent auf 9,35 Euro steigen. Damit wird die Inflation – aktuell 1,7 Prozent – gut ausgeglichen.

Mindestlohn im Praktikum?

Bezahlung Nicht jeder hat Anspruch auf 9,19 Euro pro Stunde