Am liebsten macht er Schabernack, Leute ärgern nicht zu knapp … Den Refrain der „Pumuckl“-Fernsehserie aus den 80ern haben viele Zeitgenossen im Ohr, als sei’s erst gestern gewesen. Der kleine Wicht, der gern Gedichte dichtet, kehrt jetzt zurück – mit neuen Abenteuern! Die Macher versprechen Geschichten mit Humor, bayerischer Herzlichkeit – und so mancher Überraschung.
Grüne Hose, gelbes Shirt, rotes Haar: Wie eh und je hüpft der Klabauter in „Pumuckl und das große Missverständnis“ über die Leinwand. (Kinostart: 30. Oktober). Natürlich immer noch in der Schreinerwerkstatt, aber mit neuer (menschlicher) Hauptfigur: Florian Eder (gespielt von Florian Brückner) hat die Schreinerei seines Onkels samt dem Pumuckl übernommen. Mit Maibaumklau, Marmeladenklecks und Missgeschicken sorgt der wieder für groooßen Klamauk.
KI half bei der Kobold-Stimme
Den Spaß gibt’s gleich doppelt: Fans können sich zudem auf „Neue Geschichten vom Pumuckl“ im Fernsehen freuen, die zweite Staffel kommt laut RTL+ zum Jahresende. Das Kobold-Revival ist modern, aber doch nah am Original geblieben. Bei der Pumuckl-Stimme (Maximilian Schafroth) half künstliche Intelligenz, so klingt sie ganz wie das Kobold-Gekrächze des verstorbenen Sprechers Hans Clarin, der dem kleinen Klabauter 40 Jahre lang seine Stimme lieh.
Viele Drehorte in und um München erkennen Insider wieder. Live zu sehen sind sie etwa bei einer geführten Tour durch Pumuckls Revier, die Stadtteile Haidhausen und Lehel. Schade nur: Die Schreinerwerkstatt in der Widenmayerstraße 2 wurde bereits 1985 abgerissen. Eine Plakette im Hinterhof erinnert an den Ort, wo einst der alte Meister Eder (Gustl Bayrhammer) wirkte. Die Werkstatt wurde als Filmkulisse in einer Halle nahe München nachgebaut, detailgetreu mit Hobelbank und Pumuckl-Bettchen.
Im Luitpoldpark können Kinder am Pumuckl-Brunnen planschen. Und neuerdings grüßt der Kobold auch als Ampel-Silhouette im Münchner Lehel, zum Beispiel an der Ecke Liebig-, Trift- und Wagmüllerstraße.
Kobold-Wissen und Lieblingsszenen für Fans gibt es unter anderem hier. Da erfährt man auch Spannendes zu dem aufwändigen Mix aus Real- und Trickfilm, so arbeitete man zum Beispiel mit unsichtbaren Nylonfäden.
Übrigens: Der Bayerische Rundfunk brachte 1962 das allererste Pumuckl-Hörspiel im Radio (erste Folge: „Spuk in der Werkstatt“). Autorin der Geschichten war die Künstlerin Ellis Kaut, die Münchnerin Barbara von Johnsonzeichnete den kleinen Wicht.

Friederike Storz berichtet für aktiv aus München über Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Die ausgebildete Redakteurin hat nach dem Volontariat Wirtschaftsgeografie studiert und kam vom „Berliner Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“ zu aktiv. Sie begeistert sich für Natur und Technik, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftspolitische Themen. Privat liebt sie Veggie-Küche und Outdoor-Abenteuer in Bergstiefeln, Kletterschuhen oder auf Tourenski.
Alle Beiträge der Autorin




