Graue Wände, triste Atmosphäre in den Straßen. So sehen viele Innenstädte bei uns aus. Um Mutter Natur wieder in die Stadt zu holen, eignen sich verschiedene Pflanzen. Welche das sind, erklärt Gunter Mann, Präsident des Bundesverbands Gebäude-Grün in Saarbrücken in Berlin.

Erste Entscheidung: Pflanzen mit oder ohne Kletterhilfe

Für eine bodengebundene Fassadenbegrünung eignen sich viele bekannte Pflanzenarten. Experte Mann empfiehlt beispielsweise Wilden Wein, Efeu, Kletterhortensien, den immergrünen Kletter-Spindelstrauch, die Klettertrompete – diese Pflanzen ranken alle auch ohne zusätzliche Kletterhilfen. Oder auch Kiwi, Geißblatt, Blauregen, Waldrebe, Kletterrose, Pfeifenwinde sowie Weinreben – dann mit unterstützenden Kletterhilfen. 

Für die sogenannten wandgebundenen Begrünungssysteme können beispielsweise Geranien, Bergenien, Steinbrech, Waldsteinien, Hainsimse, Streifen- und Schildfarne, Zwergmispel, Spindelstrauch, Johanniskraut oder Immergrün verwendet werden.

Blühende Pflanzen aufwendiger in der Pflege

Preislich unterscheiden sich die einzelnen Pflanzen nicht groß, blühende kosten oftmals etwas mehr als immergrüne Pflanzen. Blühende Pflanzen sind zudem auch etwas aufwendiger in der Pflege, da zum Beispiel verblühte Blüten entfernt werden müssen. Achtung: Die richtige Pflanzenauswahl hängt auch immer vom Gebäude selbst ab und davon, auf welcher Seite die zu begrünende Fassade am Gebäude liegt. Auf Ost- und Westseiten gedeihen bestimmte Pflanzen besser, andere auf Süd- oder Nordseiten.

Als Laie sollte man also nicht einfach irgendwie lospflanzen, sondern unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen und mit ihm die besten Sorten auswählen.