Und? Schon Reifen gewechselt? Falls nicht, wird’s höchste Zeit. Denn wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, rutscht schnell ins Risiko. „Winterreifen haben bei Kälte und Nässe klare Vorteile gegenüber Sommerreifen“, sagt Thomas Müther, Experte beim ADAC. „Die flexiblere, weichere Gummimischung sorgt für einen besseren Kontakt zu Straße.“ aktiv sagt, was man sonst noch über die Winter-Pneus wissen sollte.

Wo liegt der Unterschied?

Die erwähnte Gummimischung ist das eine. Aber auch die Konstruktion von Winterreifen ist anders: Sie haben ein Lamellen-Profil. Müther: „Das fächert sich am Boden auf und sorgt für eine Verzahnung.“ Matsch und Schnee könne sich zudem nicht festsetzen.

Und der Bremsweg?

Hier gibt’s krasse Unterschiede. Bei einem Test der Continental AG kam ein Auto mit Winterreifen bei Tempo 100 auf schneebedeckter Fahrbahn nach 31 Metern zum Stehen. Ein Wagen mit Sommerreifen war da noch 35 Stundenkilometer schnell! Umgekehrt gibt es den Effekt übrigens auch: Im Sommer ist der Bremsweg mit Winterreifen doppelt so lang.

Was ist mit Ganzjahresreifen?

Kommt drauf an. Wenn man wenig fährt, nicht auf Skiurlaub steht und bei plötzlichen Schneemassen den Wagen auch mal stehen lassen kann, ist das eine wirtschaftliche Alternative. Kosten für die Reifenwechsel im Herbst und Frühling sowie mögliche Einlagerungskosten fallen ja weg. Aber: „Trotz stark verbesserter Fahreigenschaften bleiben Ganzjahresreifen ein Kompromiss“, so ADAC-Experte Müther.

Vier Tipps für sicheres Fahren im Winter

  • „O bis O“ merken: Von Oktober bis Ostern gehören Winterreifen ans Auto.
  • Profiltiefe checken: Gesetzlich reichen 1,6 Millimeter – empfohlen sind mindestens 4 Millimeter.
  • Finger weg von Billigreifen: Günstige Modelle fallen oft in Tests durch und verlängern den Bremsweg dramatisch.
  • Und: Wer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte unterwegs ist, muss Winterreifen oder Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol montiert haben.
Ulrich Halasz
aktiv-Chefreporter

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Uli Halasz an drei Universitäten Geschichte. Ziel: Reporter. Nach Stationen bei diversen Tageszeitungen, Hörfunk und TV ist er jetzt seit zweieinhalb Dekaden für aktiv im Einsatz – und hat dafür mittlerweile rund 30 Länder besucht. Von den USA über Dubai bis China. Mindestens genauso unermüdlich reist er seinem Lieblingsverein Schalke 04 hinterher. 

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