Hitzewelle: Die Wärmepumpe als Klimaanlage
Einst war sie umstritten, plötzlich aber ist die Wärmepumpe die beliebteste Heizung in Deutschland. Das liegt auch an ihrer Vielseitigkeit. Im Winter heizt sie günstig, in heißen Sommern kann sie auch kühlen.

Eben noch Reizwort, jetzt der Renner im Heizungskeller: Die Wärmepumpe hat eine erstaunliche Karriere hin- gelegt. 2025 waren die Dinger erstmals beliebteste Geräteart beim Heizungstausch. Aus Gründen: Im Winter heizt man viel günstiger – im Sommer schwitzt man weniger.
Ja, kein Witz. Viele Wärmepumpen können im Sommer auch kühlen. Dafür wird der Spieß sozusagen umgedreht, Wärme nicht in Haus oder Wohnung hinein-, sondern herausgeleitet. Lange Zeit wurde über dieses coole Funktions-Feature kaum geredet. In der hitzigen Debatte um die Wärmepumpe war für solcherlei spannende Details offenbar kein Platz.
Ganz interessant ist daher die Erkenntnis, dass Kollege Endkunde offensichtlich mit Hardliner-Heizungsideologie wenig am Hut hat. Und die Entscheidung im Heizungskeller vielmehr ganz kühl trifft: Was kostet der Bums, was kostet der Betrieb, ach, kühlen geht auch? Super, machen wir so!
Zwar hat die Politik unlängst wieder an den Förderregeln rumgeschraubt. Der neuen Beliebtheit der Pumpen dürfte das wenig anhaben können. Schon wegen des Klimawandels. Nachts bei 28 Grad im Schlafzimmer dürften zukünftig noch mehr Menschen plötzlich offener werden für praktische Lösungen.
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