Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Familienfreundliche Osteraktionen in Bayern: Zum Beispiel in den Freilichtmuseen Glentleiten und Amerang.
  • Bunte Märkte und Mitmachangebote: Der historische Nürnberger Ostermarkt lädt mit rund 100 Ständen zum Stöbern ein.
  • Spektakuläre Osterattraktion: In Lauingen steht ein gigantisches Osternest.

Der Frühling ist da! Endlich raus an die frische Luft, die ersten Sonnenstrahlen genießen und gucken, wo schon Schneeglöckchen und Krokusse sprießen. An den Osterfeiertagen ist zwischen all dem Grün da draußen wieder so manches versteckt. aktiv gibt Tipps für schöne Ausflugsziele zur Eiersuche.

Beim Glentleitner Frühling wartet ein buntes Mitmachprogramm für die ganze Familie: Werkeln mit Holz, Nistkästen bauen, Palmbuschen binden oder eine Vase für den Frühlingsstrauß herstellen (29.3., 10 bis 17 Uhr). Am Ostersonntag sind auf dem Gelände kleine Spielzeugkäfer versteckt, die die Kinder gegen echte Bio-Eier eintauschen können. Dazu gibt es Hasengeschichten für Groß und Klein (13 bis 15 Uhr).

Das Freilichtmuseum Amerang startet sein Osterprogramm mit Singen und Musizieren am Palmsonntag (29.3., ab 13 Uhr). Musiker und Sängerinnen sind eingeladen, im Freien und in den Bauernhäusern aufzuspielen. Sie zahlen keinen Eintritt (Anmeldung: museum@flm-amerang.de). Am Ostersonntag (5.4.) ist der Osterhase unterwegs. Wo hat er nur all die bunten Bio-Eier versteckt? Die Kinder werden sie finden (11 bis 15 Uhr). Am Ostermontag folgt das traditionelle „Oarscheibn“, ein Geschicklichkeitsspiel mit kullernden Eiern, ein großer Spaß für alle.

Auf dem Nürnberger Ostermarkt kann man sich noch schnell mit bunter Osterdeko eindecken. Er ist der älteste Markt der Stadt (erstmals im Jahr 1424) und findet auf dem Hauptmarkt statt. Wer nach dem langen Winter Lust auf Buntes und Neues hat, wird dort sicher fündig. An die 100 Händler präsentieren ihre Waren, Pop-up-Stände bieten Platz für Hobbyhandwerker und Kreative.

Ein Gärtchen für den Osterhasen

Eier färben wie früher, mit Kamille, Zwiebel- und Walnussschalen, können Besucher im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. Rund ums Osterfest gibt es dort wechselnde Angebote für Familien (ab 2.4., jeweils 10 bis 17 Uhr). Die Kleinen können zum Beispiel ein traditionelles „Hosagärtla“ basteln, einen Mini-Garten, in den der Osterhase hoffentlich viele süße Überraschungen legt. Eiersuche ist am Ostersonntag, mit eigenem Bereich für Kleinkinder.

Ein gigantisches Osternest mit 75.000 bunt bemalten Kunststoffeiern ist ab 28.3. in Lauingen auf dem Marktplatz zu bewundern. Es soll das weltgrößte sein! Obenauf prangen fünf kunstvoll gestaltete Rieseneier von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Landkreis.

So geht „Oarscheibn“

Das Eier-Spiel ist ein beliebter Osterbrauch in Bayern. Dazu werden zwei Holzrechen ineinander verhakt, um eine schiefe Ebene zu bilden. Auf dieser Bahn rollt man gekochte Eier hinunter.

Auf das erste Ei, das im Gras landet, wird ein kleines Geldstück gelegt (früher einen Pfennig, heute einen Cent). Nun gilt es, dieses Ei mit den folgenden Eiern aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit die Münze auf den Boden purzelt. Wem das gelingt, der darf sie behalten.

Das Ostergeschäft

Nicht nur die Kinder freuen sich über Süßkram zu Ostern, auch für Unternehmen und Händler zählt das Ostergeschäft. Zum Osterfest 2025 wurden beispielsweise rund 228 Millionen Osterhasen in Deutschland gefertigt. Davon gingen 120 Millionen ins Ausland.

78 Prozent der Bundesbürger gaben in einer Umfrage von Yougov an, dass sie zu Ostern Süßigkeiten und Schokolade verschenken.

34 Prozent feiern Ostern mit der Familie. Rund ein Viertel bemalt, versteckt – und sucht – Ostereier. Auch ein Osterfrühstück oder einen Osterbrunch hat rund ein Viertel der Befragten traditionell eingeplant. Immerhin die Hälfte der Bundesbürger verschenkt etwas zu Ostern, am beliebtesten sind Schokolade, Pralinen und Süßigkeiten.

Friederike Storz
aktiv-Redakteurin

Friederike Storz berichtet für aktiv aus München über Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Die ausgebildete Redakteurin hat nach dem Volontariat Wirtschaftsgeografie studiert und kam vom „Berliner Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“ zu aktiv. Sie begeistert sich für Natur und Technik, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftspolitische Themen. Privat liebt sie Veggie-Küche und Outdoor-Abenteuer in Bergstiefeln, Kletterschuhen oder auf Tourenski.

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