Goji-Beeren, Chia-Samen und Quinoa: Im Jahr 2015 war Deutschland europaweit der wichtigste Markt für exotische Superfoods, so das Marktforschungsinstitut Mintel. Doch der neue, angeblich supergesunde Ernährungstrend kann ganz schön ins Geld gehen. Dabei sind wertvolle Lebensmittel bei uns auch viel günstiger und einfacher zu haben.

Wir zeigen Ihnen, was in Blaubeeren, Brokkoli & Co. steckt – und wofür sie gut sind:

 

Blaubeeren

Blaubeeren

Blaubeeren sind reich an sogenannten Karotenen, die das Immunsystem und die Körperzellen gegen Bakterien und freie Radikale (aggressive Umweltsubstanzen und Stoffwechselgifte) schützen. Sie besitzen viel Vitamin C gegen Infektionen, Erkältungen und Stressbelastungen sowie natürliche Antibiotika, die besonders bei Harnwegsinfektionen helfen.

Brokkoli

Brokkoli

„Brokkoli ist gut bekömmlich und leicht verdaulich. Daher eignet er sich hervorragend für eine schonende Kost“, sagt Ökotrophologin Katharina Hauschildt von der AOK Rheinland/Hamburg. Aufgrund vielfältiger Vitamine (zum Beispiel B1, B2 und C) sowie Mineralien bezeichnet man ihn als grünen Nährstoffprotz. Seine sogenannten sekundären Pflanzenstoffe wirken auch krebshemmend.

Brombeeren

Brombeeren

Brombeeren liefern Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung und Sättigung unentbehrlich sind. Sie sind reich an Flavonoiden (blauer Farbstoff), die immunstimulierend wirken. „Ihre Nährstoffe kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände“, so Expertin Hauschildt.

Kohl

Kohl

Kohl hat vor allem jede Menge Vitamine wie C und A, Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium, Kalium für ein starkes Herz und die für die Verdauung wichtigen Ballaststoffe. Er ist ideal bei Erkältungen und zur Vorbeugung.

Möhren

Möhren

Im Volksmund heißt es: „Möhren sind gesund – oder hat schon mal jemand einen Hasen mit Brille gesehen?“ Da ist was dran. Die Expertin: „Möhren enthalten viel Beta-Carotin, aus dem der Körper Vitamin A herstellen kann. Das ist gut für die Augen und schützt die Haut.“

Pflaumen

Pflaumen

Pflaumen sind die idealen Helfer bei leichten Verstopfungsproblemen. Zudem liefern sie den sekundären Pflanzenstoff Anthocyane, der vor Krebs und Herzinfarkten schützen kann. Die kleinen Früchte enthalten verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe. Diese sind besonders wichtig für das Nervensystem.

Sauerkraut

Sauerkraut

Sauerkraut ist vor allem besonders reich an Vitamin C. „Um in den Genuss der vollen Dosis zu kommen, muss man das Kraut allerdings roh essen oder den rohen Sauerkrautsaft verwenden“, so Ökotrophologin Hauschild. Und es liefert Milchsäurebakterien für einen gesunden Darm.

Spinat

Spinat

Popeye hat er Superkräfte verliehen. Aber auch in der Realität steckt ganz schön viel in dem grünen Gemüse. Zum Beipsiel viele Beta Carotine. „Umgewandelt in Vitamin A schützen diese Inhaltsstoffe und Luteine vor Augenerkrankungen und reduzieren Krebsrisiken. Spinat trägt auch zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei“, sagt Katharina Hauschildt.

Weintrauben

Weintrauben

Trauben sind kleine Snacks und schmecken gut. „Gerade blaue Weintrauben enthalten reichlich Resveratol, mit dem sie Arteriosklerose vorbeugen“ sagt Expertin Hauschildt. „Zudem enthalten sie beachtliche Mengen an Ballaststoffen und unterstützen damit eine problemlose Verdauung.“

Zwiebeln

Zwiebeln

Nicht nur zum Heulen, sondern wahre Medizin: „Rote Zwiebeln sind reich an Antioxidantien“, erläutert Hauschildt. „Diese unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, verdünnen das Blut, fördern die Gewichtsreduktion und bekämpfen Entzündungen.“