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Zehn Tipps für ein sicheres Smartphone

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Moderne Smartphones können so viel wie Computer und auf ihnen werden immer mehr sensible Daten gespeichert. Deshalb müssen sie auch genauso vor den Zugriffen Dritter geschützt werden. Die folgenden zehn Tipps zeigen Ihnen, wie Sie für einen guten Rundum-Schutz sorgen können.

Tipp 1: Basisschutz einrichten

Die vorhandenen Sicherheitseinstellungen des Handys sollten aktiviert werden. Hierzu gehört es zum Beispiel, den Datenspeicher zu verschlüsseln. Dies ist bei iPhones und Android-Geräten ab Version 4.1 automatisch eingestellt. Wer ältere Versionen nutzt, sollte dies manuell nachholen. „Sonst könnte bei einem Verlust des Handys der Speicher ausgebaut und ausgelesen werden“, erklärt Frank Timmermann vom Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Tipp 2: Programme aktualisieren

Wenn es Updates für das Betriebssystem oder die verwendeten Programme gibt, sollten diese umgehend installiert werden. Timmermann: „Angreifer können sonst die Sicherheitslücken älterer Versionen ausnutzen.“

Tipp 3: Virenschutz einrichten

Auch Smartphones brauchen ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall. Diese gibt es von den gängigen Anbietern von Sicherheitssoftware. Und das Handy sollte regelmäßig per Viren-Scan auf Schadsoftware geprüft werden.

Tipp 4: Schnittstellen nur bei Bedarf aktivieren

WLAN, Bluetooth, Infrarot oder andere Schnittstellen sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie auch gebraucht werden. Dies gilt besonders für den Aufenthalt in öffentlichen Netzen, mit denen sich das Mobiltelefon automatisch verbinden kann. „Hier besteht die Gefahr, dass Angreifer ein eigenes Netz aufbauen, von dem man gar nichts merkt“, erklärt Timmermann. Loggt sich das Gerät in das feindliche Netz ein, könnten persönliche Daten von Fremden abgegriffen werden.

Tipp 5: WLAN-Verbindung verschlüsseln

Auch wenn man sich zu Hause im eigenen WLAN aufhält, gilt es, vorsichtig zu sein und die Verbindung vom Handy zum Router per WPA2 zu verschlüsseln und zusätzlich darauf zu achten, nur auf sicheren Seiten im Internet zu surfen. Wichtig ist ebenfalls, bei der Nutzung von Bluetooth eine anonyme Kennung einzuschalten.

Tipp 6: Das Handy im Auge behalten

Es klingt banal, ist aber von großer Bedeutung: Man sollte sein Handy immer im Auge behalten und nicht unbeobachtet herumliegen lassen oder verleihen, damit es nicht manipuliert werden kann.

Tipp 7: Apps nur aus seriösen Quellen installieren

Auch bei der Installation von Apps ist kritisches Misstrauen angebracht. „Die erste Frage ist immer die, ob man die App überhaupt braucht. Zweitens sollte man sich anschauen, welche Rechte zu deren Nutzung freigegeben werden müssen“, so Timmermann. Wenn die in keinem Zusammenhang zur Funktion der App stehen, sollte man die Finger davon lassen. „Zum Beispiel möchte die Taschenlampen-App Zugriff auf die im Handy gespeicherten Fotos haben“, sagt Timmermann. „Doch die könnten dann theoretisch von der App selbstständig ins Internet gestellt werden.“ Zudem sollten die Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. So werden beim Google Play Store, beim Apple Store und bei Windows alle angebotenen Apps im Vorfeld geprüft.

Tipp 8: Vertrauliche Daten verschlüsseln

Geschäftsdaten, wichtige E-Mails oder Passwörter sollten mit einer Verschlüsselungssoftware gesichert werden. Auch hierfür werden Apps angeboten.

Tipp 9: Daten extern speichern

Zur Routine sollte es gehören, regelmäßig die Daten des Smartphones zu sichern und Back-ups zu machen. Diese sind auf einem externen Datenspeicher wie einer Festplatte oder einem USB-Stick idealerweise an einem sicheren Ort am besten aufgehoben.

Tipp 10: Bei Geräteverlust Daten löschen

Geht das Smartphone verloren oder wird es gestohlen, ist es unbedingt zu vermeiden, dass die darauf gespeicherten Daten Unbefugten in die Hände fallen. Um es schnell wiederzufinden, kann man es klingeln lassen oder dafür sorgen, dass auf dem Bildschirm eine Nachricht für den Finder erscheint. Wer auf Nummer sicher gehen will, löscht aus der Ferne die Daten. Dies lässt sich etwa bei Android über den Gerätemanager einstellen. Über diesen lässt sich auch der Standort des Smartphones erfahren oder das Gerät sperren. Damit das Gerät eindeutig identifiziert werden kann, sollte man sich zudem die fünfzehnstellige IMEI-Nummer notieren (steht häufig auf einem Aufkleber unter dem Akku oder lässt sich über die Eingabe *#06# abfragen).


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