Checkliste

Worauf Auslandsurlauber bei Mietwagen achten sollten

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Mit dem Flieger nach Spanien und dort einen Mietwagen nehmen? Grundsätzlich eine gute Idee – aber nicht in jedem Fall problemlos möglich. Denn mit Mietautos gibt es immer wieder Ärger: Beispielsweise kommen plötzlich Zusatzkosten auf, ist der Wagen defekt, oder bucht die Mietwagenfirma vom Konto zu viel ab. Auf Nummer sicher geht, wer die Fallstricke kennt:

Buchen:

„Es ist immer besser, von Deutschland aus zu buchen“, rät Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC. Denn erstens hat man so einen deutschen Ansprechpartner, zweitens kann man in aller Ruhe die Angebote im Internet vergleichen. Dabei kommt es nicht nur auf den Preis an, sondern auch auf die Konditionen. Möglicherweise ist bei einem höheren Preis schon die passende Versicherung dabei oder ein zweiter Fahrer erlaubt. Darum: Genau hinschauen lohnt sich!

Vertrag:

Immer genau durchlesen – sowohl den Vertrag oder den Voucher einer Agentur als auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Ein böses Erwachen kann erleben, wer die Kosten für den zweiten Fahrer nicht eingeplant hat, eine Kilometerbegrenzung nicht beachtet oder den Wagen nicht dort abgibt, wo er ihn gemietet hat.

Zweitfahrer:

Die Regel ist, dass ein zweiter Fahrer zusätzlich kostet. Einige Anbieter verlangen für Ehepartner aber keine Zusatzgebühr. Darum: Nachfragen!

Kilometerbegrenzung:

„Bei 90 Prozent aller Anbieter ist unbegrenztes Fahren im Preis inbegriffen“, sagt Katrin Müllenbach-Schlimme. Trotzdem lohnt hier der Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen, denn manche Anbieter verstehen unter unbegrenzten Kilometern beispielsweise „nicht mehr als 300 Kilometer pro Miettag“. Wer weiter fährt, zahlt pro Kilometer.

Einwegmiete:

Auch die Einwegmiete hat es in sich: Urlauber, die den Wagen in der Stadt abholen und am Flughafen abgeben, zahlen dafür oft mehr. Noch teurer wird’s, wenn er in einer anderen Stadt zurückgegeben wird. Bei Roadtrips in den USA beispielsweise können das mehrere Hundert Euro sein.

Versicherungen:

„Die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist ein Muss“, sagt der ADAC. Eine Haftpflichtpolice gehört natürlich auch dazu – und zwar in Höhe von mindestens 1 Million Euro. Sollte keine Kfz-Haftpflicht-Versicherung mit dem Mietwagen verbunden sein, ist eine Mallorca-Police wichtig.

Mallorca-Police:

Mit der spanischen Insel hat diese Versicherung nichts zu tun. Sie ist vielmehr eine Kfz-Versicherung, die in Deutschland abgeschlossen wird. Damit erweitert man seinen Versicherungsschutz, wenn man mit einem ausländischen Leihwagen unterwegs ist, auf die in Deutschland vorgeschriebene Mindestsumme von 2.500.00 Euro pro Person und Unfall.

Übergabe:

Bevor die Mietwagenreise losgeht, sollte das Auto inspiziert werden. Lackschäden dokumentiert, Bremsen, Scheibenwischer, Sicherheitsgurte, Licht, Blinker und Reifen überprüft man. „Stimmt damit etwas nicht, sollte der Urlauber auf einen anderen Wagen bestehen“, rät der ADAC.

Unfall:

Vorher mit dem Verleiher klären, was im Falle eines Unfalls passieren soll. In der Regel ruft man den Verleiher sowie die Polizei an. Für den Schaden kommt die Haftpflichtversicherung auf, dem Urlauber steht nach einem Unfall ein anderer Wagen zu. Wird das Auto gestohlen, sollte der Verleiher auch sofort informiert werden, ebenso die Polizei. Hier ist es sinnvoll, vor der Abfahrt zu fragen, ob die Vollkasko auch bei Diebstahl einspringt.

Kreditkartenabbuchung:

Das soll vorkommen: Der Mietwagenverleiher bucht zu viel ab! Bestehen Sie darauf, bei der Abgabe des Wagens eine Quittung beziehungsweise eine Endabrechnung zu bekommen. Wird zu viel von der Kreditkarte abgebucht, muss der Mietwagenverleiher das begründen. Sonst kann der Urlauber das Geld zurückbuchen lassen.


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