Alles gratis

Wo man brauchbare Dinge kostenlos bekommt

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Ob Computertisch oder Ledercouch, Mauerziegel oder Katzen-Kratzbaum, Einmachgläser oder Heu: alles geschenkt! Es gibt massenhaft solche Angebote für Sparfüchse. Man muss nur wissen, wo.

In vielen Regionen gibt es „Umsonstläden“

Kleidung, Spielzeug, Haushaltsutensilien: Solche Dinge des täglichen Gebrauchs findet man vielerorts in sogenannten „Umsonstläden“, die wie Tauschbörsen funktionieren. Hier kann jeder Dinge mitnehmen und umgekehrt auch Gegenstände abgeben, die er nicht mehr braucht. Das ist aber meist nicht Voraussetzung, um dort umsonst „einzukaufen“. Hier gibt’s eine Übersicht, wo solche Läden zu finden sind: umsonstladen.de.

Neben Zeitungsrubriken gibt es spezielle Internetbörsen

Auch ein Blick in Lokalzeitungen und lokale Anzeigenblätter kann sich lohnen. In den meisten gibt es die Rubrik „zu verschenken“. Viele nutzen dort die Gelegenheit, zum Beispiel ein sperriges Sofa oder eine gebrauchte Waschmaschine gegen Abholung loszuwerden. Denn was dem einen nicht mehr gefällt oder nicht mehr zweckdienlich ist, stößt beim anderen auf Verwendung und Entzückung.

Herumstöbern kann man auch in speziellen Börsen im Internet, zum Beispiel alles-und-umsonst.de oder wohindamit.de. Teilweise bieten auch Städte und Kommunen solche Plattformen an, wie Dresden seinen Tausch- und Verschenkmarkt: dresden.abfallspiegel.de.

Achtung: Rücknahme ausgeschlossen, Haftung schwierig

Einem geschenkten Gaul darf man ruhig auch ins Maul schauen. Denn bei solchen Schnäppchen lauern gerne ein paar Fallstricke, die unangenehme Folgen haben können. Wenn sich zum Beispiel zu Hause herausstellt, dass die kostenlos besorgte Waschmaschine kaputt ist, bleibt man in der Regel selbst darauf sitzen.

Der Verschenker ist grundsätzlich nicht in der Pflicht, die Sachen auch wieder zurückzunehmen, wie Katja Müller erklärt, Juristin der Verbraucherzentrale Berlin: „Eine Rücknahme ist im Gesetz im Rahmen der Schenkung nicht vorgesehen“, weiß sie, „könnte aber wohl vertraglich vereinbart werden.“

Und mit Gelegenheitsfunden kann man nach der anfänglichen Euphorie auch noch größere Probleme bekommen. Wenn einem die defekte Waschmaschine einen Wasserschaden beschert oder der Retro-Toaster einen Zimmerbrand auslöst – wer haftet dann eigentlich? Expertin Müller erläutert: „Eine Haftung für Sachmängel kommt grundsätzlich dann in Betracht, wenn der Schenker dem Beschenkten einen Fehler der verschenkten Sache arglistig verschweigt.“ Ob jedoch tatsächlich Arglist im Spiel war, dürfte im Einzelfall schwer nachzuweisen sein.

Auch wenn man selbst Dinge verschenken möchte, empfiehlt es sich auf jeden Fall, ehrliche Angaben über etwaige Schäden zu machen, um ein unangenehmes Nachspiel zu vermeiden.

Auflagen des Schenkers sollte man erfüllen

Oft haben Verschenker bestimmte Bedingungen: Sie möchten zum Beispiel, dass die Hundewelpen, die sie umsonst abgeben, künftig unbedingt in einem großen Garten herumtollen sollen. Wenn das nicht nur ein Wunsch oder ein Rat vom Verschenker ist, sondern eine klare Bedingung, dann sollte man auch richtige Angaben machen: Kann man die Forderung wirklich erfüllen?

Denn, so Rechtsexpertin Müller: „Wer eine Schenkung unter einer Auflage macht, kann die Vollziehung der Auflage verlangen, gegebenenfalls auch gerichtlich.“ Das sei im Bürgerlichen Gesetzbuch so geregelt.

Auch Freizeitangebote gibt’s für 0 Euro

Übrigens gibt’s nicht nur Gegenstände umsonst, sondern auch den Eintritt zu vielerlei Freizeitangeboten. Man findet sie etwa in Büchern, die gezielt alle kostenlosen Attraktionen einer bestimmten Region zusammenfassen – zum Beispiel: „Baden-Württemberg umsonst“, erschienen im Silberburg-Verlag. Solche Nachschlagewerke sind auch ein nettes Geschenk für Sparfüchse. Modelleisenbahn-Museum, Tierpark, Glasbläserei: Vielerorts muss man eben nichts bezahlen. Der Eintritt ist frei.


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aktualisiert am 29.03.2016

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