Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Wie typische SMS-Abzocke aussieht

Foto: Fotolia

Wenn man eine SMS von einer unbekannten Rufnummer bekommt, der Name des Empfängers nicht genannt wird oder der Absender sich hinter einem Buchstaben versteckt: Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Gaunerei handelt. „So sollen eine Antwort-SMS oder ein Rückruf provoziert werden“, erklärt René Henn von der Bundesnetzagentur. Und jede Form der Antwort kann dann schnell teuer werden.

Vorsicht ist auch geboten, wenn pornografische Inhalte in Text- oder Bildform per SMS von einem unbekannten Absender kommen: Hier versuchen die Abzocker, einen Chat-Kontakt herzustellen – oder einem kostenpflichtige Inhalte aus dem Netz anzudrehen.

Andere SMS-Fallen setzen auf die Behauptung, man möge doch bitte eine Sprachnachricht unter einer 0900er-Nummer abrufen. Wer das tut, bezahlt – die 0900er-Nummern sind teuer.

Wer eine Kleinanzeige geschaltet hat und darauf eine sehr generelle Anfrage bekommt, etwa „ich interessiere mich für Ihr Auto – bitte rufen Sie mich zurück“, sollte die angegebene Nummer genau prüfen. Oft steckt dahinter ein Abzocker – mit einer kostenpflichtigen 0137er-Nummer. Das gleiche Schema wird mit SMS genutzt, in denen irgendein Gewinn angekündigt wird: Der SMS-Empfänger soll dann doch bitte eine kostenpflichtige Rufnummer anwählen, um zu erfahren, wo er seinen Gewinn abholen kann …

Auch wenn per SMS eine „Bestätigung“ darüber kommt, dass man sich beispielsweise für einen Horoskop- oder Sprüche-Service angemeldet habe, sollte man zurückhaltend reagieren – besonders, wenn man sich tatsächlich gar nicht für so etwas angemeldet hat: Denn wer der angeblichen Anmeldung unter der genannten Nummer widerspricht, tut das im Zweifelsfall über einen teuren Premiumdienst.

Beschwerde möglich

Empfänger solcher dreisten SMS können sich per Mail bei der Bundesnetzagentur beschweren oder deren Online-Formular nutzen. Die Bundesnetzagentur prüft jeden Einzelfall und kann Rufnummern abschalten, den Abzockern die Rechnungslegung untersagen und sogar Bußgelder verhängen. Im Netz bietet die Behörde ein Informationsblatt mit weiteren Hinweisen.


Mehr zum Thema:

Per WAP-Billing kann man ganz einfach Smartphone-Inhalte über die Mobilfunkrechnung kaufen – etwa Klingeltöne, Spiele et cetera. Doch Achtung: Auch Kriminelle schlagen da zu, was viele User nicht merken!

Im Web einzukaufen, kann schnell und bequem gehen. Doch halt! Wer nicht aufpasst, könnte einem Fake-Shop auf den Leim gehen – und nach der Bestellung gar nichts für sein Geld bekommen. Dagegen kann man sich wappnen.

Facebook bietet schwarzen Schafen Möglichkeiten, bei anderen abzukassieren. Eine besonders gemeine Masche: Betrüger tarnen sich als Freunde aus den schon bestehenden Kontakten und zocken Geld ab. Wie man sich dagegen absichern kann.

Vorsicht, betrügerische Mails werden immer raffinierter – sie sehen zum Teil täuschend echt aus. AKTIV hat die zehn wichtigsten Tipps, wie Sie sich vor dem gefährlichen Kontodatenklau absichern.

Ein sorgloser Umgang mit dem Smartphone kann gefährlich sein: Fotos, E-Mails, Banking-Informationen – Cyber-Kriminelle versuchen systematisch, an persönliche Daten zu kommen. AKTIVonline zeigt, wie Ihr Handy schützen können.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang