Online-Videotheken

Wie man Filme aus dem Internet herunterlädt

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30 Kanäle oder mehr im Fernsehen, aber es läuft nichts Interessantes? Früher griff man in diesen Fällen ins DVD-Regal oder ging um die Ecke in einen Verleih-Shop, um sich dort einen passenden Film auszuleihen. Heute geht das einfacher, und zwar mit Video on Demand (VoD), also dem Film auf Wunsch, und zwar über das Internet aus der Online-Videothek. Diese Filme können für eine begrenzte Zeit heruntergeladen werden, oder man streamt sie, schaut sie also an, während sie zeitgleich laden.

Die technischen Voraussetzungen

DSL 1000 ist Mindestanforderung, um längere Filme aus dem Internet ansehen zu können. Je schneller die Verbindung, desto besser. Bei langsamen Internetverbindungen kann der Film sonst schon einmal ruckeln. Außerdem ist eine schnelle Verbindung für diejenigen wichtig, die nicht nur den Film schauen, sondern gleichzeitig mit einem anderen Gerät im Internet surfen wollen.

Auch kommt es darauf an, wo man den Film sehen will: Am Computerbildschirm oder vom Sofa aus auf dem Fernseher? Für Letzteres benötigt man in der Regel eine Settop-Box. Für welchen Anbieter man sich dabei entscheidet, hängt erstens vom Preis, zweitens vom Filmangebot ab. Beispielsweise bekommen Telekom-Kunden, die sich für den Tarif Entertain entscheiden, eine solche Box für rund 4 Euro Miete im Monat geliefert. Sie wird mit dem Fernseher und dem Internet verbunden, dann kann die Suche nach dem passenden Film beginnen. Auch von der Firma Apple gibt es eine solche Box. Hier zahlt der Kunde einmalig etwa 100 Euro. Vodafone oder Maxdome, das zu ProSiebenSat.1 Media gehört, und andere Anbieter mischen ebenfalls im Video-on-Demand-Markt mit. Seit neuestem verleiht auch Google in Deutschland Filme.

Die Stiftung Warentest hat in ihrer August-Ausgabe einen Test zur Qualität der Anbieter herausgebracht. Die kompletten Ergebnisse sind hier kostenpflichtig erhältlich: www.test.de

So funktioniert die Filmausleihe

Sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, kann es losgehen: Der Preis für einen Film hängt davon ab, wie neu er ist, aber auch davon, ob er in bester Qualität, also HD, geschaut werden soll. In der Regel liegen die Preise zwischen 2,99 Euro und 4,99 Euro. „Deutlich günstiger als der Kauf einer DVD oder der Kinobesuch“, sagt Mike Schnoor, Pressesprecher beim Bundesverband digitaler Wirtschaft. Und doch nicht für jeden geeignet: „Wer sich Filme gerne mehrmals anschaut, wird mit dem Kauf besser bedient sein, als mit der Leihgebühr.“ Denn wer den Film online leiht, hat nur eine begrenzte Zeit, ihn zu sehen. Montags den Film fürs nächste Wochenende herunterladen, weil er vielleicht gerade im Angebot ist, geht nur in seltenen Fällen.

Schwierig ist es auch, den Film mit Unterbrechungen zu schauen, denn oft hat der Kunde maximal 48 Stunden Zeit, um ihn zu sehen. Kommt also an dem Abend, an dem man ihn startet, plötzlich etwas dazwischen, und ist der nächste Abend schon anderweitig verplant, müsste man ein zweites Mal Leihgebühr zahlen. Oder – und das empfiehlt sich für Vielseher – man schließt ein Abo ab. Allerdings haben das nicht alle Online-Videotheken im Angebot.

Vorteile von Video on Demand

„Wer Videos im Netz leiht, spart auch Platz“, so Schnoor. „Denn er braucht keine Regale mehr für die DVDs oder Blu-Ray-Scheiben.“ Außerdem ist man flexibel und nicht an die Öffnungszeiten von Videotheken gebunden. „In dem Moment, in dem man sich entscheidet, einen Film zu sehen, kann man ihn auch schon starten – wenn der Film denn beim Anbieter verliehen wird.“

So wird bezahlt

Wer sich Videos über das Netz ausleiht, hat verschiedene Möglichkeiten zu bezahlen. Apple-TV-Nutzer rechnen beispielsweise über die im iTunes Store hinterlegte Zahlverbindung ab. Bei anderen Anbietern ist eine Zahlung über die Telefonrechnung oder per Kreditkarte möglich.

Übrigens: Wem das zu technisch oder noch nicht ausgereift genug ist, der kann sich Videos auch auf DVD oder Blu-Ray-Disc nach Hause schicken lassen. Beispielsweise von Lovefilm (www.lovefilm.de), einem Unternehmen, das zum Onlineversandhaus Amazon gehört, oder von Video Buster (www.videobuster.de).

Zusätzlich gibt es auch die Mediatheken von ARD und ZDF, um verpasste Filme noch einige Zeit im Netz anschauen zu können. Auch Pro7, Sat1 und RTL bieten auf ihren Homepages einige Programminhalte – für diejenigen, die sie im Fernsehen verpasst haben. Und natürlich kann sich auch die Suche auf Videoportalen wie YouTube und Vimeo für diejenigen lohnen, die kein Geld für die Online-Videotheken ausgeben wollen.

Auswahl von VoD-Anbietern:

Apple TV: www.apple.com/de/appletv

Telekom Entertain: www.telekom.de/entertain

Google play: play.google.com/store
 
Maxdome: www.maxdome.de

Videociety: www.videociety.de
 
Vodafone TV: www.vodafone.de/tv

Zune: www.zune.net


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