Tägliche Lebensmittel

Wegwerfen gilt nicht – und kochen lohnt sich!

Die meisten Lebensmittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar Foto: fotolia

Rund 82 Kilo Nahrungsmittel wirft jeder Bundesbürger nach Angaben des Verbraucherministeriums weg – das entspricht rund zwei vollgepackten Einkaufswagen pro Jahr, die man völlig umsonst bezahlt hat.

Natürlich verdirbt immer mal etwas und gehört dann in den Müll. Doch oft landen auch völlig einwandfreie Produkte im Abfall, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Völlig unnötig, denn die meisten Produkte sind auch nach diesem Termin noch essbar.

Verbraucherzentralen und das Verbraucherministerium sind sich einig: Wenn die Lebensmittel normal aussehen, riechen und schmecken, sind sie in der Regel auch ok. Bei Milchprodukten gilt das meist mehrere Tage, bei Zucker, Nudeln oder Mehl sogar Monate nach dem MHD. Das stimmt allerdings nur, wenn die Packung noch verschlossen ist. Einmal geöffnet, verderben viele Lebensmittel innerhalb weniger Tage. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat dazu auf ihrer Website www.vzhh.de eine Liste zusammengestellt, die im Internet abrufbar ist. Klicken Sie sich hier direkt zur Liste.

Vorsicht allerdings mit Fleisch, speziell Hack und Geflügel! Hier ist oft kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern ein Verbrauchsdatum („Zu verbrauchen bis...“) aufgedruckt. Da diese Produkte sehr leicht verderben, sollten die Lebensmittel nach diesem Termin nicht mehr gegessen werden.

Viel Geld spart man auch durch einen durchdachten Einkauf. Man sollte nur die Mengen in den Wagen packen, die man wirklich benötigt. Günstige Großpackungen, die letztlich zur Hälfte weggeworfen werden, sind am Ende doch teurer als die kleinere Menge.

Natürlich müssen die Lebensmittel auch richtig gelagert werden, damit sie nicht vorzeitig verderben. Wie, steht auf der Packung. Das Verbraucherministerium hat dazu auf ihrer Website eine Tabelle mit Empfehlungen herausgegeben – zu finden unter: www.bmelv.de

Made by Mutti schont die Geldbörse

Egal, ob Kuchen oder Kartoffelbrei: Made by Mutti schont die Geldbörse. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat ausgerechnet, dass Fertiggerichte im Durchschnitt fast dreimal so viel kosten, wie selbstgekochte. Speziell vorgeschnittenes Obst oder küchenfertig geputztes Gemüse sind extrem teuer. Eine Liste von der Verbraucherzentrale Hamburg findet man hier im Internet.

Hausgemachtes schmeckt außerdem besser und enthält keine Aroma- und Konservierungsstoffe. Dafür muss man allerdings mehr Zeit ins Kochen und Schnippeln investieren. Doch die ist recht gut bezahlt: Wer täglich 20 Minuten den Kochlöffel schwingt, spart nach Angaben der Hamburger Verbraucherschützer übers Jahr so viel, dass dies einem Stundenlohn von neun Euro netto entspricht. Da macht die Küchenarbeit doch gleich viel mehr Spaß!

Weitere nützliche Links zum Thema:

  • Mehr zur Lebensmittel-Verschwendung in deutschen Privathaushalten lesen Sie hier auf AKTIVonline.
  • „Zu gut für die Tonne!“ – Kampagne des Verbraucherministeriums gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln mit vielen Infos und Tipps: www.zugutfuerdietonne.de
  • Informationsportal des Verbraucherschutzministeriums Baden-Württemberg mit vielen Infos rund um das Thema Lebensmittelsicherheit und andere Verbraucherthemen: www.verbraucherportal-bw.de
  • Lebensmittelklarheit.de – Infoportal der Verbraucherzentralen, das sich mit der Deklaration von Lebensmitteln beschäftigt und bei dem Verbraucher sich über irreführend aufgemachte Produkte beschweren können: www.lebensmittelklarheit.de

Mehr zum Thema:

Elf Milliarden Tonnen Lebensmittel im Wert von 20 Milliarden Euro verschwinden jedes Jahr in deutschen Mülltonnen! Größte Verschwender: Privathaushalte. Im Durchschnitt könnte jeder Bürger jährlich 240 Euro sparen.

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