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Liebe auf den ersten Klick

Was man beim Online-Dating unbedingt beachten sollte

Dating-Portale machten allein 2017 einen Rekordumsatz von 210 Millionen Euro. Doch die Suche im Netz hat auch ihre Tücken. Verbaucherschützer raten, genau zu überlegen, was man an persönlichen Daten preisgeben will.

Foto: Adobe Stock

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Gesucht, gefunden: Immer mehr Singles knüpfen die ersten zarten Bande im Netz. Foto: Adobe Stock

Gesucht, gefunden: Immer mehr Singles knüpfen die ersten zarten Bande im Netz. Foto: Adobe Stock

Köln/München. Das Internet zu nutzen, ist für viele Alltag. Sie kaufen online ein, zahlen ihre Rechnungen am PC von zu Hause aus oder buchen den Urlaub im Netz. Warum also nicht auch per Mausklick die Liebe fürs Leben finden?

„Das ist einfach und zeitsparend. Außerdem kann man vorab sehen, ob jemand ungefähr zu einem passt“, so Alexandra Langbein, Mitautorin des Dating-Marktberichts von singleboersen-vergleich.de, einer Branchenplattform aus Köln.

Hinzu kommt die Menge der potenziellen Partner. Die größten fünf Dating-Portale, zu denen etwa Parship oder LoveScout 24 zählen, haben hierzulande über zehn Millionen Mitglieder. Insgesamt suchen laut Langbein monatlich knapp neun Millionen Nutzer in 2.000 Datenbanken einen festen Partner oder eine Bekanntschaft. Sie bescherten der Branche 2017 einen Rekordumsatz von über 210 Millionen Euro. Tendenz steigend!

Online-Agenturen verdienen im Schnitt 500 Euro pro Kunde

Der Erfolg variiert allerdings. Bei kostenlosen Singlebörsen liegen die Chancen, sich zu verlieben, laut dem Marktbericht bei unter 20 Prozent. Online-Partneragenturen, die über aufwendige Persönlichkeitstests Charaktereigenschaften sammeln und durch paarpsychologiche Vergleiche potenzielle Partner zusammenbringen, kommen auf über 30 Prozent. Im Schnitt verdienen Letztere mehr als 500 Euro pro Kunde. Gerade sie sind es, die mit gut 91 Millionen Euro den größten Umsatz in der Branche machen.

„Chancen zum Kennenlernen eines Partners gibt es nicht, obwohl mit echten Kontakten geworben wird“, so Susanne Baumer, Leiterin des Marktwächterteams der Verbraucherzentrale Bayern in München.

Solche Methoden fanden die Münchener auf 187 Portalen. Und: „Verbraucher müssen das Kleingedruckte lesen, damit sie ihre Daten nicht auf anderen Seiten wiederfinden“, so Baumer. Man sollte also überlegen, was man preisgibt.

Dating-Expertin Langbein rät deshalb, erst mal nur drei Fotos einzustellen. „Ein Profilbild, ein Ganzkörperfoto und eins in Action, etwa beim Hobby.“

Den kompletten Dating-Marktbericht bekommen Sie hier: singleboersen-vergleich.de (kostenloser PDF-Download).

Online-Dating: So sichern Sie Ihre Rechte

  • Firmensitz checken: Liegt er nicht in der EU, mindert das Rückzahlungsrechte.
  • Testangebote meiden: Diese gehen oft in teure Mitgliedschaften über.
  • Kurze Laufzeit wählen: Zwei Monate reichen, um Service und Erfolg zu testen.
  • Widerrufsrecht nutzen: Gefällt das Angebot nicht, ist der Vertrag binnen 14 Tagen nach Abschluss kündbar.
  • Daten löschen: Fordern Sie das bei der Kündigung – mit schriftlicher Bestätigung.

Mehr: verbraucherzentrale-bayern.de


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