Sinnvolle Kur für den Kessel

Warum man sich die Heizungswartung nicht sparen sollte

Alle Jahre wieder: Kontrolle einer Gastherme. Foto: Fotolia

Hamburg. Bald sinken die Temperaturen – streikt dann die Heizung, wird’s unangenehm! „Damit das nicht passiert, sollte sie einmal im Jahr von einem Fachmann gewartet werden, am besten vor Beginn der Heizsaison.“ Das rät Christian Halper, Ingenieur am von der Mineralölwirtschaft getragenen Institut für Wärme und Oeltechnik.

Die Wartung beugt nicht nur einem Ausfall vor, sondern hilft auch, Geld zu sparen. Denn über längere Zeit vernachlässigte Anlagen verbrauchen bis zu 10 Prozent mehr Energie! Werden Verbrennungsrückstände, die Brenner und Düsen verkleben können, beseitigt, erhöht das die Heizkraft.

Profi-Check ab etwa 70 Euro

Eine solche Reinigung gehört deshalb auf jeden Fall zur regelmäßigen Wartung dazu. Verschleißteile wie Brennerdüsen oder Dichtungen sollten, wenn nötig, bei einer Wartung ausgetauscht werden; hier muss man dem Experten vertrauen. „Darüber hinaus stellt er die Vorlauf- und Kesseltemperatur ein und prüft die Regelungs- und Sicherheitseinstellungen“, erklärt Halper.

Für einen solchen Profi-Check werden nach Informationen der Verbraucherzentralen zwischen 70 Euro für eine Etagenheizung und 350 Euro für eine Kesselanlage im Mehrfamilienhaus fällig. Könnte man sich das nicht sparen? Schließlich kommt ja auch der Schornsteinfeger und überprüft die Abgaswerte. Das genügt aber nicht, wie Halper warnt: „Das ist wie beim Auto – der Besuch beim Tüv ersetzt auch nicht die Inspektion durch die Werkstatt.“

Was Mieter wissen sollten: Die Wartung muss normalerweise der Vermieter bezahlen. Er kann die Kosten aber auch auf den Mieter abwälzen, wenn das im Mietvertrag so vereinbart ist. Und wenn zum Beispiel eine defekte Umwälzpumpe ausgetauscht werden muss, gehört das nicht mehr zur Wartung, sondern gilt als Reparatur – die in der Regel der Vermieter bezahlen muss.


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