Leserfrage

Verlustfeststellung: Wann gibt’s die?

Philipp M. aus Ulm: Ich bin dualer Student mit dem Einkommen eines Auszubildenden. Meine berufsbedingten Ausgaben liegen aber bei etwa 5 000 Euro im Jahr, folglich entstehen „ungenützte“ Werbungskosten. Mein Finanzamt sagt, dass eine Verlustfeststellung erst möglich ist, wenn die Werbungskosten größer als die Einnahmen sind. Stimmt das? Und wie wäre so eine Verlustfeststellung zu beantragen?

AKTIV : Wir haben uns da beim Deutschen Steuerberaterverband schlaugemacht: Ihre hohen Werbungskosten senken zwar die aktuelle Steuerlast auf null – aber das war es dann auch. Einen Verlustvortrag, der im Folgejahr steuermindernd wirkt, gibt es nur, wenn wirklich Verluste entstanden sind – wenn also, etwa wegen einer doppelten Haushaltsführung, die berufsbedingten Ausgaben tatsächlich höher waren als das Einkommen. In einem Fall macht das Finanzamt dann automatisch eine Verlustfeststellung auf Basis der Steuererklärung und schickt einen entsprechenden Bescheid zu.


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Schlagwörter: Steuern Ausbildung

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