Urteil

Vaterschaft: Notfalls Klarheit per Exhumierung

Verwandt oder nicht? Ein DNA-Check schafft bald Klarheit. Foto: Masterfile

Uneheliche Kinder sind ganz normal erbberechtigt – klar. Was aber, wenn zum Beispiel die Vaterschaft eines Verstorbenen von anderen Erben bestritten wird?

Dann müssen notfalls die sterblichen Überreste exhumiert werden, um Material für eine DNA-Analyse zu gewinnen, die Klarheit schafft. Denn das Recht eines Menschen, seine Abstammung zu kennen, ist laut Bundesgerichtshof stets wichtiger als das „postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen“.

Allerdings kann man den DNA-Check nicht ins Blaue hinein fordern. Laut Urteil muss „eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Beiwohnung in der Empfängniszeit“ sprechen – also: für die Zeugung des nichtehelichen Kindes (Bundesgerichtshof, 29.10.2014, XII ZB 20/14).


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Schätzungen zufolge machen die meisten Zeitgenossen kein Testament – im Todesfall treten dann einfach Regeln aus Kaisers Zeiten in Kraft. Das kann oft zu Problemen führen, nicht zuletzt bei kinderlosen Ehepaaren.

aktualisiert am 28.06.2016

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