Sicherheit

Und im Notfall?


Hilfe holen: Klare Sache. Aber was, wenn Sie einmal selbst betroffen sind? Foto: fotolia

Wichtige Punkte, die Sie mal abhaken sollten

Es passiert immer im unpassendsten Moment: Ein blöder Sturz, ein schlimmer Unfall – Bruchteile von Sekunden können lebenslange Folgen haben. Sinnvoll also, sich für den Notfall zu rüsten! AKTIV erklärt, womit Sie sich und anderen in üblen Krisensituationen Ärger und Geld sparen. Ausführliche Anleitungen zu einigen Punkten finden Sie jetzt gebündelt unter www.aktiv-online.info/notfall in unserem Internet-Angebot.

  • Der Schaden selbst ist oft  schlimm genug. Deshalb sollte wenigstens das Finanzielle tröstend geregelt sein. Unabdingbar für jeden Erwachsenen: Eine Haftpflicht-Versicherung. Sie kostet oft keine 5 Euro im Monat und schützt vor dem Ruin. Wer an einem Schaden schuld  ist, haftet nämlich – womöglich mit dem gesamten Vermögen.
  • Wichtig für alle, die von ihrer Arbeitskraft leben: eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Sie zahlt, wenn man zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung nicht mehr arbeiten kann.
  • Für Eltern empfiehlt sich zudem eine Risiko-Lebensversicherung: Sie sichert den Nachwuchs finanziell ab, falls die Ernährer umkommen.
  • Schwierige Entscheidungen, die Sie selbst nicht mehr treffen können – damit sollten Sie Ihre Angehörigen nicht belasten: Vieles lässt sich vorab regeln. Mit einer Vorsorge-Vollmacht können Sie eine Vertrauensperson benennen, die im Falle eines Falles für Sie aktiv werden darf. Eine kostenlose Broschüre und Formulare bietet das Justizministerium an: www.bmj.bund.de Suchwort „Betreuungsrecht“.
  • Empfehlenswert ist auch eine Bankvollmacht, die Sie bei Ihrem Kreditinstitut einrichten können – kostenlos. Dann können Geldangelegenheiten durch eine Vertrauensperson in Ihrem Sinne erledigt werden.
  • Angehörigen und Ärzten erleichtert eine Patienten-Verfügung die Entscheidung darüber, ob und wie Sie im Ernstfall weiter medizinisch behandelt werden möchten.  Nach neuer Rechtslage muss so eine Vollmacht schriftlich vorliegen. Auch dazu bietet das Justizministerium eine Gratis-Broschüre mit Textbausteinen an: www.bmj.bund.de Suchwort „Mustertext“.
  • Ein Testament ist stets notwendig, sobald es etwas zu vererben gibt. Es regelt den Nachlass in ihrem Sinne und vermeidet damit oft auch unnötige Streitereien unter der Verwandtschaft.
  • Je nach ganz persönlicher Überzeugung gehört der Organspende-Ausweis ins Portemonnaie. Informationen zu diesem Thema stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf einer eigenen Web-Seite bereit: www.organspende-info.de – dort gibt es auch das Ausweis-Formular zum Ausdrucken.
  • Manchmal kommt es auf jede Minute an: Die Notruf-Nummern sollten Sie also im Handy speichern und auf einer Liste in der Nähe des Telefons aufbewahren. Dazu gehören natürlich die 110 und die 112 sowie der örtliche Giftnotruf – aber auch die 116116, unter der sich EC- und Kredit-Karten sperren lassen. Ihren Kindern prägen Sie ein: „112 – Hilfe komm herbei!“
  • In Krisensituationen verlieren Angehörige ohnehin oft den Kopf – misslich, wenn sie dann auch noch verzweifelt nach irgendwelchen Unterlagen suchen müssen. Kopien von erteilten Vollmachten, Versicherungsunterlagen und andere wichtige Dokumente gehören deshalb in einen speziellen Notfall-Ordner. Wo er zu finden ist, sollte mindestens einer Vertrauensperson bekannt sein. Abheften sollte man dort auch eine Liste mit den Kontaktdaten aller Menschen, die im Ernstfall schnell informiert werden sollten.

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