Fit in den Frühling

Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit


Bremen/München. Das überraschende Schneegestöber Mitte März konnte den Frühling kurz stoppen, wirklich aufhalten konnte es ihn nicht. Doch der Lenz hat leider neben mehr Sonne und höheren Temperaturen auch für viele Menschen wieder die Frühjahrsmüdigkeit im Gepäck. Mit ein paar Tricks lassen sich Stoffwechsel und Hormonhaushalt vom Winter- auf Frühjahrsbetrieb umstellen. Dann haben Schlappheit und Dauergähnen keine Chance mehr.

  • Sonnenbrille in der Schublade lassen: Licht kurbelt die Bildung von Serotonin an. Gerade dieses Glückshormon sorgt dafür, dass wir wacher werden. Wichtig dabei: „Der Körper kann das Hormon nur produzieren, wenn Licht direkt auf die Netzhaut fällt“, weiß Alexander Lerchl, Professor für Biologie an der „Jacobs University“ in Bremen.
  • Morgens im Licht duschen: Spezielle Wecker simulieren einen künstlichen Sonnenaufgang und aktivieren damit die Wachhormon-Bildung. „Ein morgendliches Lichtbad kann Wunder wirken, fünf bis zehn Minuten reichen“, so Lerchl.
  • Mut zum Mittagsschlaf: Wenn möglich, mittags ein kurzes Nickerchen halten. „Nicht länger als 30 Minuten, sonst produziert der Körper wieder das Schlafhormon Melatonin“, rät Angela Schuh. Die Klimatologin an der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht die Wetterfühligkeit.
  • Vitaminbombe mischen: „Im Winter essen wir zu süß und zu fett. Das macht träge“, sagt Werner Cassel, Psychologe am Schlafmedizinischen Zentrum des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. Jetzt sind also Vollwertkost und Obst angesagt: Apfelsinen, Kiwi, Beeren oder Äpfel. Gerne auch mal als Obst- oder Gemüse-Shake aus dem Supermarkt.
  • Keine Angst vor kaltem Wasser: Es vertreibt die Müdigkeit! „Arme und Beine oder den Körper warm und kalt abbrausen. Immer mit kaltem Wasser abschließen“, rät Angela Schuh.
  • Schwitzen in der Sauna: Das bringt den Kreislauf in Schwung. Experten raten zu maximal drei Saunagängen.

In zwei bis vier Wochen ist dann alles vorbei. Psychologe Cassel: „Bis dahin hat der Körper umgeschaltet.“ Und man kann den Frühling in vollen Zügen genießen.

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