Fundsachen

Tipps für die lästige Suche nach Verlorenem

Jede Menge Schlüssel: Typisches Bild aus einem Fundbüro. Foto: dpa

Köln. Ach du grüne Neune – der Schlüsselbund ist weg. Oder die Geldbörse. Oder das Smartphone. Da muss man nicht gleich an Diebstahl denken, oft liegt’s an eigener Schusseligkeit. Daher gut zu wissen: Viele verlorene Dinge tauchen bald wieder auf!

Selbst Hochpreisiges wie etwa ein Laptop wird häufig vom ehrlichen Finder abgegeben. Nachforschen lohnt sich also. Aber – wo?

Logischerweise zunächst am Ort des Geschehens, etwa im Geschäft oder Restaurant. Wer etwas im Zug gelassen hat, kann im Bahnhof nachfragen. Dort liegen Dinge aber nur kurz: Was mehr als 15 Euro wert ist, landet nach einer Woche in der zentralen Fundstelle in Wuppertal. In deren Bestand kann man online recherchieren, wenn man zuvor eine Verlustmeldung ausgefüllt hat (mehr dazu auf der Site www.fundservice.bahn.de).

Auch Flughäfen haben in der Regel eigene Fundstellen. Im Fall des Falles fragt man telefonisch an oder wirft einen Blick auf die Website. Häufig gibt es die Möglichkeit, online eine Verlustanzeige aufzugeben (oder nach abgegebenen Dingen zu suchen). Hat man etwas im Flieger liegen gelassen, ist allerdings nicht der Flughafen, sondern die Airline der zuständige Ansprechpartner.

Bei örtlichen Bussen und Bahnen sind die Regelungen unterschiedlich. Manche Verkehrsbetriebe haben eigene Fundstellen, andere leiten Herrenloses direkt ans amtliche Fundbüro weiter. Auch hier hilft ein Blick auf die Website des jeweiligen Unternehmens.

In allen anderen Fällen ist das kommunale Fundbüro natürlich die erste Adresse, um Verlorenes zurückzubekommen. Und dabei sollte man nicht zu früh aufgeben! Oft dauert es nämlich zwei, drei Wochen, bis ein irgendwo abgegebener Gegenstand tatsächlich im Fundbüro angekommen und registriert ist.

Öffnungszeiten und Co. findet man meistens im Internet. Oft gibt’s die Möglichkeit, gleich online nach Verlorenem zu suchen. Auch ein gemeindeübergreifender, wenn auch nicht flächendeckender Dienst kann da helfen, die „Bürgersuche“ (fundsuche02.kivbf.de).

Übrigens: Bei größeren Schließanlagen geht ein verlorener Schlüsselbund schnell richtig ins Geld! Hier sollte man also mal die Haftpflichtpolice checken: Moderne Verträge decken auch Kosten eines Schlüsselverlusts ab oder bieten das als Zusatzleistung gegen einen Aufpreis an.

Tipp: Karten kopieren!

  • Verlorene Kredit- und andere Bankkarten meldet man beim Sperr-Notruf: 116116.
  • Dafür muss man aber diverse Nummern parat haben. Vorbeugend also einfach die Vorder- und Rückseite aller Karten kopieren.
  • Weitere Tipps: kartensicherheit.de

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Kontakte, Fotos, Videos, Apps und mehr: Was nicht alles in einem Handy beziehungsweise Smartphone steckt. Umso schlimmer, wenn es plötzlich futsch ist. Was man vor und nach dem Verlust tun sollte.

Auch Behörden gehen mit der Zeit. Wer etwas verloren hat, kann inzwischen vielerorts in Online-Fundbüros danach suchen. Der Service ist allerdings von Kommune zu Kommune unterschiedlich gut ausgebaut.

Mehr als 24 Millionen Gepäckstücke weltweit sind im Jahr 2015 auf Flugreisen verschwunden. Zwar sind davon 95 Prozent wieder aufgetaucht, doch auch die Urlaubslaune ist erst mal verflogen. Aber das Risiko lässt sich minimieren …

Im Urlaub will und soll man sich entspannen – klar. Doch einige Diebstahl- und Verlustrisiken für Geld, Papiere und Co. sollten Sie keineswegs locker sehen. Hier gibt’s die wichtigsten Tipps, damit man auch wirklich sicher relaxen kann.

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