Leserfrage

Strom-Vertrag: Kürzere Kündigungsfrist?

Gleiche Ware, verschiedene Preise: Strom ist Strom – trotzdem kann man durch den Wechsel des Anbieters oft sparen. Foto: Weisflog

Dieter R. aus Wipperfürth: Sie haben im März berichtet, dass die Regierung die Kündigungsfrist von Stromverträgen auf zwei Wochen verkürzen will. Mein Versuch, den Anbieter zu wechseln, ist aber jetzt gescheitert, da mein Vertrag regulär erst Ende Februar 2013 ausläuft. Welche Kündigungsfristen gelten denn nun?

AKTIV: „Seit 10. Mai 2012 gibt es eine Kündigungsfrist von zwei Wochen für die Strom- und Gas-Kunden, die noch in der Grundversorgung sind“, erklärt Jürgen Schröder, Jurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wer aber schon früher einen anderen Tarif oder einen anderen Anbieter gewählt hat und damit nicht mehr in der Grundversorgung ist, muss die Kündigungsfrist in seinem Sondervertrag beachten.

Diese darf laut Schröder maximal drei Monate betragen – außer, wenn der Kunde eine längere „Grundlaufzeit“ vereinbart hat. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Ausnahme: Sehr lange Laufzeiten, 36 Monate etwa, haben vor Gericht nicht immer Bestand, wie Schröder aus Erfahrung weiß.

Wer den Anbieter wechseln will und dabei Steine in den Weg gelegt bekommt, kann seinen Vertrag von einer Verbraucherzentrale überprüfen lassen (www.verbraucherzentrale.de). Außerdem gibt es inzwischen eine Schlichtungsstelle für Streitigkeiten in Sachen Strom und Gas: www.schlichtungsstelle-energie.de


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