Leserfrage

Steuern: Was gilt bei hohen Job-Kosten?

Angelika E. aus Regensburg: Unsere Tochter verdient als Lehramtsanwärterin nicht allzu viel, daher werden nur wenig Steuern abgezogen. Allerdings hat sie größere Ausgaben: Sie hat am 100 Kilometer vom Wohnort entfernten Beschäftigungsort eine kleine Wohnung gemietet, dazu kommen die wöchentlichen Heimfahrten, der Laptop, die Fachbücher und so weiter.
Diese Kosten übersteigen bei weitem die einbehaltenen Steuerbeträge und können daher wahrscheinlich gar nicht vollständig geltend gemacht werden – oder?

AKTIV : Doch, das geht! „Man kann die im Rahmen des Dienstverhältnisses entstandenen Ausgaben als Werbungskosten geltend machen und mit der Steuererklärung beim Finanzamt eine sogenannte Verlustfeststellung beantragen“, erklärt Isabel Klocke, Expertin für Steuerrecht beim Bund der Steuerzahler.

„Die jetzt ungenutzten Werbungskosten können so in spätere Berufsjahre mitgenommen werden.“ Das Gleiche gilt übrigens auch schon für Auszubildende, die ja ebenfalls oft berufsbedingte Ausgaben haben, die ihre aktuelle Steuerlast übersteigen.


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