Her mit dem Geld!

Steuererklärung: Im Schnitt gibt’s fast 1.000 Euro zurück

Nicht übertrieben: Fast 900 Euro gibt es im Schnitt zurück. Fotos: Ullstein, Fotolia; Montage: Roth

Berlin. Es ist mal wieder an der Zeit, sich auf die Jagd nach Geld zu machen. Geld, das einem zusteht, aber vorübergehend entfleucht ist … Schon klar: Zeit für die Steuererklärung.

Dass die sich lohnt, belegt das Statistische Bundesamt. Es hat ermittelt: Neun von zehn Arbeitnehmer-Haushalten, die ihre Erklärung fürs Jahr 2009 abgaben, erhielten Geld zurück – im Schnitt fast 900 Euro!

Fahrten in andere Werke gelten wie eine Dienstreise

Dieses Mal ist der Kampf mit den Formularen vergleichsweise einfach, weil sich nicht viel geändert hat. „Wichtig sind allerdings Urteile des Bundesfinanzhofs über Fahrtkosten zum Arbeitsplatz“, erklärt der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro. „Das betrifft praktisch alle, die zum Beispiel in mehreren Filialen arbeiten, die auf Montage im Einsatz sind und Zeitarbeiter.“

Wer zum Beispiel 2013 regelmäßig oder auch nur ab und zu in einem anderen Werk ausgeholfen hat, kann die Fahrt dorthin „wie eine Dienstreise absetzen“, so Wawro, „also mit 30 Cent pro Kilometer des Hin- wie auch des Rückwegs“. Normalerweise wird die Fahrt zur Arbeit ja nur halb so stark gewichtet, die Entfernungspauschale (ebenfalls 30 Cent pro Kilometer) gilt nur für den einfachen Weg. Doch auch damit ist der Pauschbetrag – 1.000 Euro für alle Werbungskosten – schnell überschritten: Wer bis zum Betrieb mehr als 15 Kilometer fahren muss, für den lohnt sich die Steuererklärung schon.

Spenden, Kinderbetreuungskosten, Unterhaltszahlungen oder Sparleistungen für die Riester-Rente mindern die Steuerlast ebenfalls deutlich. Eine angemeldete Haushaltshilfe ist absetzbar, ebenso die Arbeitskosten von Handwerkern im Haus. Dabei darf der Schornsteinfeger 2013 noch komplett angesetzt werden (für 2014 gelten neue Regeln).

Was Ehepaare wissen sollten: Jeder Partner kann sich auch einzeln veranlagen lassen. „Das kann sich zum Beispiel lohnen“, sagt Wawro, „wenn eine Teilzeitbeschäftigte sehr hohe Zahnarztkosten hatte. Oder wenn einer der Partner hohe Lohnersatzleistungen bekam, etwa Elterngeld.“

Im Zweifel sollte man also diese getrennte Variante einfach mal durchrechnen, mit einem der gängigen PC-Programme wie etwa Steuer-Spar-Erklärung, t@x oder WISO Steuer-Sparbuch. Auf aktiv-online.de/steuern finden Sie viele weitere Tipps zum Thema.


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