Da gibt’s was zu sehen

Sternwarten haben dieses Frühjahr viel zu bieten

München/Wendelstein. Den Sternen ganz nah sein – dafür ist jetzt eine besonders gute Gelegenheit. Am Freitag, 20. März, und Samstag, 21. März, locken Sternwarten in Bayern und ganz Deutschland Besucher mit besonderen Führungen und Aktionen an ihre Teleskope. Die „Astronomietage 2015“ stehen an.

Anlass sind zwei Schauspiele am Himmel: Der Mond Io wirft am Samstagabend seinen Schatten auf den Planeten Jupiter. Und bereits am Freitagmorgen kommt es zu einer teilweisen Sonnenfinsternis. „Um 10.39 Uhr wird die Sonne als dicke Sichel am Himmel leuchten“, erklärt Peter Stättmayer, Leiter der Sternwarte München.

Die Einrichtung ist mit rund 20.000 Besuchern im Jahr eine der größten in Deutschland und hat sich auf die beiden Events eingestellt. Am Freitagmorgen wird schon um 9 Uhr außerplanmäßig geöffnet. Rund 30 Minuten später beginnt dann der Mond, sich langsam vor die Sonne zu schieben. Am Samstag können die Besucher bis Mitternacht bleiben. Den Nachmittag über gibt es unter anderem Vorträge, Führungen und Shows im Planetarium.

Interessant werden die Astronomietage aber nicht nur für Sternengucker in der Landeshauptstadt. In Bayern haben insgesamt mehr als 30 Sternwarten besondere Aktionen oder Veranstaltungen geplant. Unter ihnen sind viele kleine Einrichtungen auf dem Land, die oft von engagierten Vereinen betrieben werden (Übersichtskarte und Informationen auf astronomietag.de).

Überall dort können Hobby-Astronomen einen guten Blick ins All erhaschen. Die besten Aussichten in Bayern haben allerdings wie immer die Profis. Das Institut für Astronomie und Astrophysik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) betreibt nahe Bayrischzell ein Observatorium auf dem Gipfel das Wendelsteins in 1.838 Meter Höhe.

Zwischen den Forschern und ihren Sternen liegen zum Teil 9 Milliarden Lichtjahre. Trotzdem macht die Lage einen Unterschied: „Je höher wir sind, desto weniger Luft der Erdatmosphäre ist zwischen uns“, erklärt LMU-Astronom Arno Riffeser. „Das bedeutet weniger Turbulenzen und damit bessere Aufnahmen.“ Zudem habe man dort oben anders als in der Stadt keine störenden Lichtquellen.

In der Nacht wird regelmäßig beobachtet. Besuchergruppen lassen die Astronomen nur tagsüber in ihr Observatorium – und das auch nur von Juni bis September. „Der Fußweg von der Seilbahn-Bergstation zu uns muss schneefrei sein“, sagt Riffeser.


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