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Plastikgeld mit gewissen Extras – das bietet sogar die Deutsche Bahn

Spezielle Kreditkarten etwa vom ADAC oder von Ikea: Was hat der Nutzer davon?

Eine Kreditkarte kommt klassischerweise einfach von der Hausbank. Dabei hat man da längst die Qual der Wahl – und das spezielle Plastikgeld kann je nach Anbieter alle möglichen Extras bringen. Ein Experte klärt auf.

Praktisches Plastik: Kreditkarten gibt’s in vielerlei Varianten. Foto: Roth

Praktisches Plastik: Kreditkarten gibt’s in vielerlei Varianten. Foto: Roth

Düsseldorf. Eine Kreditkarte kann nicht nur im Urlaub praktisch sein, sondern auch beim weltweiten Online-Einkauf. Wer sich eine zulegen möchte, hat längst die Qual der Wahl. Denn die Deutsche Bahn bietet ebenso eine an wie etwa Kaufhäuser, Internetkonzerne oder Airlines. Sogar Fußballvereine stellen sie bereit: hauseigene Kreditkarten mit dem Logo und in der Optik des jeweiligen Unternehmens. Was ist davon zu halten?

„Solche Karten dienen in der Regel der Kundenbindung“, erklärt Finanzexperte Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Trotz des speziellen Looks wird das Plastikgeld nicht etwa vom Fußballverein oder der Fluglinie selbst herausgegeben, sondern von einer Bank, die mit dem jeweiligen Unternehmen kooperiert. Die Ikano-Bank allerdings, für die Ikea-Karte zuständig, gehört selbst zum Imperium der Ikea-Gründerfamilie.

Wer so eine Kreditkarte einsetzt, bekommt oft Rabatte oder Bonuspunkte

Grundsätzlich handelt es sich bei solchen Karten um ganz normale Kreditkarten etwa von Mastercard oder Visa mit allen gängigen Funktionen. „Die Firmenkarten bieten häufig – aber nicht immer – verschiedene Zusatzleistungen, die normale Kreditkarten nicht haben“, erläutert Feck. Gängig sind da beispielsweise Versicherungspakete oder Punkte bei Bonusprogrammen. Beim ADAC gibt’s aber auch Rabatte fürs Tanken und für Mietwagen, Ikea gewährt einen speziellen Zinssatz für die Finanzierung der hauseigenen Möbel. Und Bayern München lockt mit einem besonderen Ticketkontingent für Heimspiele sowie mit Rabatten auf Fan-Artikel.

Solche Firmenkarten kosten je nach Anbieter und Kartentyp vielfach zwischen 20 und 100 Euro im Jahr. „Häufig ist eine Firmenkreditkarte im Vergleich zu herkömmlichen Karten also teurer“, weiß der Experte. Gratis-Angebote sollte man prüfen: Teilweise ist eine Karte nur im ersten Jahr kostenlos, danach wird eine Gebühr fällig.

Selbst bei dauerhaft kostenlosen Firmenkarten können in bestimmten Situationen doch Kosten entstehen. Beispielsweise bei der Nutzung der Karte im Nicht-EU-Ausland oder beim Geldabheben am Automaten im Inland. Und so richtig teuer kann es werden, wenn bei Nutzung der Kreditkarte automatisch eine Ratenzahlung eingeleitet wird, obwohl man das Kartenkonto sofort voll ausgleichen könnte: „Dann zahlt man hohe Zinsen von oft mehr als 13 Prozent für einen Kredit, den man gar nicht benötigt“, warnt Feck.

Diese Karten lohnen sich meist nur, wenn man die Zusatzleistungen intensiv nutzt

Eine spontane Unterschrift während eines Einkaufsbummels ist daher nicht die beste Idee, wenn man sich eine Kreditkarte zulegen möchte. Auch wenn die angebotenen Extras verführerisch klingen, sollte man nichts überstürzen. Sondern in aller Ruhe das Kleingedruckte lesen und die Extras prüfen: Wie oft mietet man, nur zum Beispiel, tatsächlich ein Auto?

„In der Regel lohnen sich diese Karten nur, wenn man die angebotenen Zusatzleistungen wirklich intensiv nutzt“, betont Feck. Letztlich kommt es also aufs individuelle Nutzungsverhalten an. Die Erfahrung des Verbraucherschützers zeigt: „Wenn man seine Karte fast nur fürs Online-Shopping nutzt, genügt im Normalfall die günstigste, idealerweise kostenlose Variante ohne jede Zusatzleistung.“


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aktualisiert am 07.02.2018

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