Tipp der Woche

Sparen beim Fahren


Anno dunnemals: Als diese Zapfsäule in Betrieb ging, war der Benzinpreis noch leichter zu verkraften ... Foto: Conny

Wie man weniger Geld an der Tanke lässt

Der ganze Wirbel um die neue Sprit-Sorte E10 lässt es fast vergessen: Wer das neue Benzin tankt, fährt billiger. „Man kann nur jedem Autofahrer, dessen Auto E10 verträgt, empfehlen, diesen Kraftstoff zu tanken“, sagt Maximilian Maurer vom ADAC.

Zwar ist der Tank bei E10 etwas schneller leer. Doch der Verbrauchsunterschied liegt nur bei etwa 1 bis 1,5 Prozent: „Er ist also vernachlässigbar“, erklärt Maurer – da der Vorteil durch die Preisdifferenz gut drei Mal so groß ist.

E10 vertragen fast alle

Die allermeisten Motoren vertragen die neue Sorte – wer noch nicht weiß, was für sein Auto gilt, findet die verbindliche Liste der Deutschen Automobil Treuhand online unter: www.dat.de/e10 Und an welchen Tankstellen E10 für welchen Preis zu haben ist, das verraten spezielle Portale, etwa www.clever-tanken.de E10 hin, E10 her: Egal, mit welchem Sprit man fährt – sparen kann man immer! Der Fahrer selbst kann nämlich einiges dafür tun, dass er weniger Geld durch den Auspuff bläst.

Kurzstrecken sind Benzinschlucker. Denn bis ein Auto richtig warm ist, also auf den ersten ein, zwei Kilometern, verbraucht es deutlich mehr als im Normalbetrieb. So kurze Strecken schafft man aber oft auch per Rad oder zu Fuß.

Niedertouriges, vorausschauendes Fahren bringt Geld: Wer frühzeitig schaltet, nicht zu schnell fährt und auf ruckartiges Bremsen oder Anfahren verzichtet, kann etwa 10 Prozent Kraftstoff sparen. Das erklärt die Deutsche Energie-Agentur.

Unnötiger Ballast etwa im Kofferraum kostet unnötigen Sprit. Und ganz besonders gilt das für Fahrradträger oder Ski-Boxen: Mit ihnen ist der Verbrauch laut ADAC um etwa 10 bis 20 Prozent höher als normal.

Locker 2 Prozent mehr verbraucht man, wenn der Reifendruck zu gering ist. Einfacher Ausweg: Stets auf den für die volle Beladung des Wagens empfohlenen Luftdruck-Wert aufpumpen.

Auch wer ab und zu auf die Klima-Anlage verzichtet, braucht weniger Benzin. Gleiches gilt natürlich für Sitzheizung, Heckscheibenheizung und Radio.

Leichtlauföle und Leichtlaufreifen sparen Sprit. Wenn also ohnehin mal vier neue Schluppen fällig werden, sollte man sich da in aller Ruhe schlaumachen. Im Herbst 2012 wird der Kauf neuer Reifen übrigens etwas einfacher: Ein EU-Label, wie man es von Elektrogeräten kennt, informiert dann auf einen Blick über die von jedem Reifen gebotene Kraftstoff-Effizienz, sein Rollgeräusch und die „Nasshaftungsklasse“.

Vielerorts spielt auch eine Rolle, an welchem Tag getankt wird: Freitags und mittwochs ist Benzin oft teurer als am Wochenanfang.

Auf der Autobahn ist tanken immer teuer. Und zwar sehr teuer, wie eine ADAC-Erhebung im November gezeigt hat: Demnach löhnt ein Autobahntanker bis zu 7,5 Cent pro Liter extra.

 

Info: Online-Hilfe

Die Deutsche Energie-Agentur bietet im Netz einen kostenlosen und sehr detaillierten Sprit-Spar-Check an, der Ihr Auto und nicht zuletzt auch Ihre persönliche Fahrweise berücksichtigt. Achtung: Kein „www.“ vor dieser Adresse eingeben!

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